Düren - „Die Pizza auch mal mit Rosenkohl belegen“

„Die Pizza auch mal mit Rosenkohl belegen“

Von: se
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Düren. Gesundes Essen ist wichtig, auch im Studium. Wo man günstig einkaufen kann und wie man sich während der stressigen Prüfungsphase richtig ernährt, weiß die Dürener Ernährungsberaterin Mechtild Thull.

Frau Thull, die Semesterferien stehen vor der Tür und damit beginnt für viele Studenten auch die Zeit der Klausuren. Wie kann man sich ernährungstechnisch auf die stressige Zeit vorbereiten?

Thull: Viele Studenten stehen unter enormem Druck. Ich würde mir wünschen, dass sie daran denken, gut für sich zu sorgen. Komplexe Kohlenhydrate in Form von Vollkornprodukten, Eiweißträger in Form von Milch- und Milchprodukten (oder pflanzliche Alternativen) und Gemüse und Obst sind besonders wichtig, weil man so lange leistungsfähig bleibt.

Wer vor einer Prüfung Traubenzucker isst, ist nach kurzer Zeit schon nicht mehr leistungsfähig. Für die Ausdauer ist diese Zuckerart total ungeeignet. Haferflocken mit Obst und Joghurt sind da viel besser. Oder das bewährte Studentenfutter!

Welche Grundlagen muss man überhaupt beachten?

Thull: Gut ist, sich an der sogenannten Ernährungspyramide zu orientieren. Das heißt, viel Flüssigkeit (Wasser, Tee, verdünnte Obstsäfte, auch Kaffee) trinken, viel Gemüse und Obst essen. Am besten saisonale Ware. Es kann auch tiefgefroren sein. Milchprodukte sind auch wichtig.

Ab und zu Fleisch, Fisch, Wurst und Ei genießen. Wer ein Kriterium herausnimmt, um es zu optimieren, der ist auf dem besten Weg, ausgewogener zu essen und zu trinken! Und das macht dann auch noch Spaß! Dazu gehört aber auch das eine oder andere Stück Schokolade. Das tut schließlich auch gut.

Welche Vorteile hat man dadurch?

Thull: Jede Menge. Man ist vitaler und gut gelaunt, fitter und konzentrierter. Und wenn wir uns gerade das Gemüseangebot im Winter angucken, freuen wir uns schon über die Farben von Kürbis, Rotkohl, Möhren, Spitzkohl oder Grünkohl. Ein guter Ausgleich an trüben Tagen.

Thema Finanzen: Ist eine gesunde Ernährung eigentlich für jeden Geldbeutel möglich?

Thull: Definitiv. Kaufen wir saisonale Ware, dann ist das Angebot höher und die Preise sinken. Fleisch kann durchaus teuer sein, aber wer weniger davon isst, kann mehr für Obst und Gemüse ausgeben.

Haben Sie noch einen Tipp parat, wo man besonders günstig einkaufen kann?

Thull: Wer kurz vor Schluss auf Wochenmärkte geht, bekommt vieles günstiger. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung kann auch auf Tiefkühlware zurückgegriffen werden.

Mit welchen Ernährungs-Tipps kommt man problemlos durch die kalte Jahreszeit?

Thull: Gemüse und Obst sind die wichtigste Grundlage für eine ausgewogene Ernährung. Im Winter sollte man vor allem auf saisonale Sorten zurückgreifen, zum Beispiel auf die vielen Kohlsorten. Sie bieten tolle Quellen für den Vitamin-C-Gehalt.

Haben Sie spontan einige Ideen auf Lager, die man einfach umsetzen kann?

Thull: Man könnte die Schnitttechnik ändern. Gemüse schmeckt geraspelt ganz anders als gestückelt. Auch die Zubereitung kann verändert werden: Sauerkraut kann beispielsweise auch mal gebraten werden. Unterschiedliche Gemüsesorten zu kombinieren, bringt ein neues Geschmackserlebnis, zum Beispiel die Pizza mal mit Rosenkohl belegen.

Durch das Experimentieren mit unterschiedlichen Gewürzen gibt es einen anderen, interessanten Geschmack. Mir ist wichtig, dass Einkaufen, Zubereiten und Kochen auch Spaß machen können. Und wenn beim Essen und Trinken die Lebensgeister wieder erwachen, dann hat es sich doch gelohnt.

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