„Design Dudes“: Kurzzeitladen präsentiert kreative Produkte

Von: akas
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Chantal Rexhausen hat den Kurzzeitladen „Design Dudes“ organisiert. Foto: A. Kasties

Aachen. Unter dem Namen „Design Dudes“ haben sich 15 junge und noch weitgehend unbekannte Labels aus der Region zusammengeschlossen. In einem kleinen, aber feinen Pop-up-Store am Annuntiatenbach präsentieren sie bis Ende Dezember ihre kreativen Designprodukte.

Es ist ein pinker Schriftzug auf der Fensterscheibe und ein bunter Kreidepfeil auf dem Boden, die auf das Ladenlokal am Annuntiatenbach aufmerksam machen. Keine Werbetafel, keine Anzeigen in Zeitung oder Radio. Nur ein Name und eine kreative Idee: Design Dudes.

Unter diesem Titel haben sich 15 Labels aus der Region zusammengeschlossen, um ihre Produkte zu präsentieren. Viel Zeit für die Vorbereitung und Einrichtung des Geschäfts blieb ihnen bis zur Eröffnung am 18. November nicht. Es hätte sich auch nicht gelohnt. Denn Design Dudes ist ein Pop-up-Store, eine temporäre Ladeneinheit, die oft unangekündigt plötzlich „aufpoppt“ und nach kurzer Zeit wieder verschwindet – in diesem konkreten Fall am 30. Dezember.

Organisiert wurde der Kurzzeitladen von Chantal Rexhausen, 30. „Der Einzelhandel ist eine schwierige Branche, man muss in Vorleistung gehen und viel investieren, um seine Produkte auf den Markt zu bringen“, sagt die Grafikdesignerin. Das innovative Verkaufsmodell sei deshalb gerade für junge Labels, die noch keine Plattform haben, eine gute Möglichkeit, um in die eigene Tasche zu wirtschaften. Ein weiteres Plus: Leerstehende Verkaufsräume erhalten so einen neuen Nutzen.

Dass dieser Nutzen primär den Menschen aus Aachen und Umgebung zugute kommt, war Rexhausen wichtig. Bei der Zusammenstellung der Labels habe sie darauf geachtet, dass alle Designer einen Bezug zur Region haben. Das zeigt sich auch am Sortiment: Neben Tischlampen aus alten Cider-Flaschen und Taschen aus Stoffresten stehen auch Holzbretter und Anhänger in Klenkes-Form zum Verkauf. „Wir haben in Aachen viele Talente, gerade an der FH und auch in Maastricht werden tolle Sachen gemacht. Doch von außen wird das gar nicht so wahrgenommen“, bedauert Rexhausen. „Wir müssen mehr Präsenz zeigen.“

Dieser Appell gilt auch für die am Pop-up-Store teilnehmenden Designer selbst. Neben dem Verkauf veranstaltet Design Dudes deshalb in unregelmäßigen Abständen kleine Events wie DJ-Abende. Zudem musste sich jeder Designer dazu verpflichten, mindestens einen Ladendienst im Monat zu übernehmen – und bei Bedarf die Geschichte hinter den Produkten zu erzählen.

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