Campuskater King Loui I. stellt die Stadt auf den Kopf

Von: km
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Nadine Biewer hat ein Buch über ihren Kater King Loui I., ihre Katze Mia und ihre Abenteuer geschrieben. Foto: Katharina Menne

Aachen. Er ist fast schon eine Ikone: King Loui I. Die Campuskatze ist stadtbekannt und ein Internetstar. Seine Besitzerin Nadine Biewer hat jetzt ein E-Book über ihn und ein paar weitere Streuner geschrieben.

Wenn King Loui I. auf seinen Samtpfoten das Pflaster vor dem RWTH-Hauptgebäude betritt, ist ihm die Aufmerksamkeit der Studenten sicher. Er wird gerufen und gestreichelt – fast jeder scheint ihn zu kennen. Majestätisch streicht er seinen Fans um die Beine und sonnt sich in der Bewunderung.

Mittlerweile kennt halb Aachen den getigerten Kater – nicht zuletzt wegen seiner zahlreichen Ausflüge in die Geschäfte und Cafés der Innenstadt. Manchmal bewacht er sogar den Eingang der Domschatzkammer oder fläzt sich auf den Wartesesseln des Bürgerservices am Katschhof herum. Die Facebook-Seite der Aachener Campuskatze, wie King Loui liebevoll genannt wird, hat bereits mehr als 5000 Likes, auf Instagram folgen ihm 280 Leute, selbst bei Jodel und Twitter hat er seinen eigenen Kanal. Und die Fangemeinde wird täglich größer.

Seine Besitzerin Nadine Biewer weiß manchmal gar nicht so recht, wie ihr geschieht. „Das ist ein ziemlicher Selbstläufer“, sagt die 36-jährige lachend. „Ich habe die ganze Aufmerksamkeit nie beabsichtigt oder geplant. Loui liebt einfach die Menschen, und die Menschen lieben ihn.“

Doch es freut sie auch, dass ihr Kater bei den Studenten so gut ankommt. Zusammen mit ihrer anderen Katze Mia und zwei erfundenen Streunern ist er deshalb Hauptfigur in dem Buch „Die Fellnasenbande“, das sie vor Kurzem fertig geschrieben hat. Es ist ein Buch über Freundschaft, Mut und das Recht, anders zu sein. „Eigentlich habe ich es für Kinder geschrieben, aber es ist natürlich auch für die Aachener Studenten“, sagt sie.

50 Prozent der Einnahmen aus ihrem Erstlingswerk, sollen an den Tierschutzverein der Städteregion Aachen gehen. Denn der verantwortliche Umgang mit Tieren ist Nadine Biewer ein besonderes Anliegen. Loui und Mia sind beide als Babykatzen nur knapp dem Tod entronnen, bevor sie bei ihr landeten. Mia ist deshalb stark traumatisiert und sehr scheu – ganz anders als Loui, der keine Scheu zu kennen scheint. Seine Popularität lädt geradewegs dazu ein, mit ihm für Tierschutz zu werben.

Aber, weil Loui in seiner grenzenlosen Neugier auch schon in die Autos von Paketboten gesprungen ist oder sich bis in den Burtscheider Kurgarten vorgewagt hat, vergeht kein Tag, an dem Nadine Biewer keine Angst davor hat, dass Loui eines Tages nicht mehr nach Hause findet.

Die letzte Suchaktion vor ein paar Wochen ist nochmal glimpflich ausgegangen – nicht zuletzt auch dank der großen und hilfsbereiten Facebookgemeinde, die beim Suchen geholfen hat. „Stoff für viele weitere Abenteuer der Fellnasenbande habe ich jedenfalls mehr als genug“, sagt sie und streichelt King Loui I. liebevoll über den Kopf.

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