Aachen - Bühnenbattle – oder das Duell der Poeten im Audimax

Bühnenbattle – oder das Duell der Poeten im Audimax

Von: (nai)
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Poetry Slam
Poetry-Slam-Moderator Robert Targan freut sich auf den Hörsaalslam am Freitag, 12. Mai, im Audimax der RWTH Aachen. Foto: Kristina Targan

Aachen. Der westlichste Poetry Slam Deutschlands ist in Aachen. Und nicht nur das: Er ist auch einer der ältesten. Am Freitag, 12. Mai, steht mit „Zugehört!“ wieder der Hörsaal­slam im Audimax der RWTH Aachen an.

Meister des gesprochenen Wortes kommen in Aachen wieder auf die Bühne im Audimax der RWTH. Mehr als tausend Besuchern präsentieren die Poeten im Audimax ihre Battles. Warum der Slam im Hörsaal mit einem gewöhnlichen kaum zu vergleichen ist, kann Robert Targan erklären: „Wir haben noch bescheiden begonnen, im Hörsaalgebäude im ehemaligen Heizkraftwerk (HKW) mit 200 Plätzen. Danach ging es ins Kármán-Auditorium, dann ins Audimax.“

Plötzlich sei man vor über 1000 Zuschauern gestanden und regelrecht überwältigt worden. „Man steht da vor einer Wand aus Zuschauern, die unheimlich viel Lärm machen kann.“ Der Poet, Texter und Moderator hat lange die Slams „Satznachvorn“ in der Raststätte in Aachen und den Hörsaalslam organisiert und wird auch bei der Veranstaltung am Freitag die Moderation übernehmen.

Die Poetry-Slam-Kultur begann in Aachen 1997 und ist damit eine der ältesten in Deutschland. Robert Targan hat 2010 die Moderation und die Organisation von Aachener Slam-Gründer Gerhard Horriar übernommen. Inzwischen wohnt er in Essen und hat die Organisation vor etwas mehr als einem halben Jahr an Oscar Malinowski und Eric Jansen abgegeben. So ganz kann er sich aber noch nicht von der Aachener Poeten-Szene verabschieden.

Neue Qualität: Kunst gegen Gage

Dem Aachener Slam den Rücken kehren, das kann er noch nicht: „Tatsächlich ist das schon ein kleines ‚Nach-Hause-kommen‘, schließlich habe ich 13 Jahre in Aachen gelebt und sechs Jahre den Poetry Slam in der Raststätte moderiert. Ich freue mich einfach darauf, im Audimax viele nette Leute und sechs wunderbare Slam-Poeten zu treffen.“

Vor dem Slam sei es inzwischen Tradition, dass Robert und sein Ko-Moderator Oscar Malinowski an der Aachener Pontstraße bei „zwei bis sechs Bieren“ zusammenkommen und den Abend planen. Der Hörsaalslam ist inzwischen so groß und lukrativ, dass Künstler bezahlt werden können. „Bei Slams dieser Kategorie geht nichts mehr ohne Gage, und das ist ja auch richtig so“, sagt Robert und betont, dass das Publikum durch diese Qualitätssteigerung nur gewinnen kann. Wer bei dem Slam Platz eins belegt, das bestimmen wiederum die Besucher. Der Künstler, der den meisten Applaus bekommt, gewinnt.

Das Programm

Die Wortspieler, die am Freitag, 12. Mai, im Audimax für unterhaltsame Texte sorgen wollen, sind Quichotte (Köln), Miedya Mahmod (Essen), Marvin Ruppert (Köln), Louise Kenn (Leipzig), Gerhard Horriar (Aachen) und Nils Frenzel (Bonn).

 

Wann? 12. Mai, Beginn 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr)

Wo? Audimax der RWTH Aachen

Karten? Im Asta und im Klenkes-Ticketshop

Kosten? 5 Euro 

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