Region - Apps, die in der Zukunft vielleicht ganz normal sind

Apps, die in der Zukunft vielleicht ganz normal sind

Von: nai
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Region. In einem Praktikumskurs der RWTH entwickeln 30 Studenten Apps mit regionalen Start-ups. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – und gibt einen Ausblick, auf das, was kommt.

„Serious Game“ heißt das Programm, aber das Ergebnis hat wenig mit Spielen zu tun. Konkrete Anwendungen, die schon bald in jungen Unternehmen zum Einsatz kommen könnten, wurden von 30 RWTH-Studenten im Praktikumskurs „Unternehmensgründung und neue Medien“ des Informatik-Instituts entwickelt. Gemeinsam mit regionalen Start-ups haben Bachelor- und Masterstudenten Apps entwickelt, die Geschäftliches mit Anwenderfreundlichkeit verbinden.

App 1: 3D-Umgebung für Tablets

Es ist ein Horrorszenario für Architekten und Bauleiter: Bei dem Rohbau eines Gebäudes ist ein Fehler aufgetreten, drei Toiletten sind in einem Raum angebracht, der eigentlich als Konferenzraum dienen sollte. Damit das nicht passiert, haben Studenten ein Programm entwickelt, mit dem der Bauplan in 3D nicht nur auf einem Tablet angezeigt wird, sondern auch interaktiv mit der realen Baustelle Informationen austauschen kann.

Das Programm erkennt von selbst, dass die Toiletten im Rohbau im falschen Raum stehen. Der Fehler wird angezeigt und die Bauplaner können direkt reagieren, müssen nicht erst die Papierpläne überprüfen. Hendrik Gruß, 22 Jahre und Student, hat die Arbeit mit der Firma Formitas, die Sitze in Aachen und Köln hat, sehr genossen: „Es ist cool etwas zu entwickeln, das dann ein anwendbares Ergebnis hat.“ Formitas bietet Gebäudedatenmodellierung an.

App 2: Feedback Terminals

Auf Rechnungen in Restaurants sind für Kunden oft ein paar Zeilen markiert, auf denen sie das Geschäft bewerten können. „Viel zu unpersönlich“, sagt der Student Asif Mayilli (24). „Schließlich antwortet dem Kunden doch eh niemand auf seine Einschätzung!“ Unter dem Titel „Honestly“, also „ehrlich“, soll sich der Kunde in Zukunft gehört und gesehen fühlen. Über einen kleinen Computer am Ausgang des Geschäfts oder eine App kann man eine Bewertung abgeben, auf die in jedem Fall geantwortet wird.

Damit die Antworten schnell und mit geringem Personalaufwand gegeben werden können, gibt es standardisierte Vorlagen, die dann von einer einzelnen Person bearbeitet und individuell auf den Kunden abgestimmt werden können. Beteiligte Firmen waren unter anderem Lindt, Lufthansa und Rewe.

App 3: Arbeitschancen

Ausgebildete Handwerker, Hotelfachkräfte oder auch Ärzte aus anderen Ländern können in Deutschland oft nicht ihrem Beruf nachgehen – ihnen fehlt eine anerkannte Qualifizierung. Für Deutsche kann es im Ausland ähnlich laufen. Damit EU-Bürger leichter auch in anderen Ländern arbeiten können, soll eine Online-Qualifizierungsplattform eingeführt werden.

Organisator ist das europäische Forschungsprojekt „virtuelle berufliche Aus- und Weiterbildung – VIRTUS“. Basis ist ein Modell, das eine allgemeine und europaweite Qualifikation möglich machen soll. „Dafür haben wir in dem Praktikum ein erstes Rahmenprogramm entwickelt“, sagt Student Peter Sommerhoff (24).

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