Alles für den Hund: Wer vertraut, kann gewinnen

Von: Sonja Essers
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Bis zu vier Mal in der Woche trainiert Jacqueline Külzer mit ihren Hunden. Foto: privat

Eschweiler. Das Treiben und Bewachen von Viehherden war im 18. und 19. Jahrhundert ursprünglich die Aufgabe der Rottweiler. Gehalten wurden sie aus diesem Grund von Metzgern und erlangten so überregionale Bekanntheit. Bekannt sind die Hunde heute jedoch durch etliche Beißvorfälle. Auch Namen wie Jaguar und Klitschko klingen alles andere als harmlos. Doch der erste Eindruck trügt.

Jaguar und Klitschko gehören Jacqueline Külzer. Mit ihnen nimmt sie an Wettbewerben in der ganzen Bundesrepublik teil. Ihr Ziel: Im kommenden Jahr möchte sie an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen. Die Vorraussetzung dafür ist jedoch nicht nur intensives Training: Hund und Frauchen müssen sich auch zu 100 Prozent vertrauen. „Wenn man mit den Tieren trainiert, lernt man auch ihren Charakter, ihre Stärken und Schwächen richtig kennen“, sagt Jacqueline Külzer.

Damit das im Rahmen der Wettbewerbe, zu denen entweder die Ausstellungen oder der Sport zählen, problemlos gelingt, trainiert Jacqueline mit den Tieren bis zu vier Mal in der Woche. Auf dem Programm stehen dann: Kommandos einüben, Fährten legen, Fährten finden. „Das versuche ich meinen Hunden peu à peu beizubringen“, sagt die Kauffrau für Dialogmarketing.

Doch auch die 24-Jährige weiß, dass ihre Lieblingshunderasse nicht bei jedem gut ankommt. „Man kennt den Rottweiler aus den Medien, er steht auf der Rasseliste und sieht imposant aus. Aber die wenigsten Leute wissen, dass er in der Beißstatistik auf den hinteren Plätzen liegt“, sagt sie und fügt hinzu: „Der Rottweiler ist ein richtiger Familienhund und hat Nerven aus Stahl.“

Jacqueline Külzer hofft, dass sich das Image des Rottweilers in der Öffentlichkeit ändert. „Jeder Hund muss erzogen werden, und leider kommt es durch menschliches Versagen immer wieder zu Beißunfällen“, sagt sie.

Doch nicht nur der Hundesport nimmt einen großen Teil ihrer Freizeit ein. Seit rund zwei Jahren ist sie außerdem an der Rottweilerzucht ihrer Eltern beteiligt. Den letzten Wurf plante die junge Frau sogar zum ersten Mal alleine. Fast rund um die Uhr ist sie mit ihren Hunden beschäftigt, liest Fachbücher und tauscht sich mit anderen Hundefreunden aus.

Auf die Frage, ob sie noch nie darüber nachgedacht habe, ihr Hobby zum Beruf zu machen, antwortet sie: „Nein, ich würde dann immer Angst haben, dass ich irgendwann keine Lust mehr hätte. Mein Hobby ist mein Ausgleich, und das soll auch so bleiben.“

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