Bundestagswahl 2017: Prognosen und Wissenswertes

Von: rd
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Berlin. Am kommenden Sonntag, den 24. September 2017, ist es soweit: Der Bundestag wird zum 19. Mal gewählt. 61,5 Millionen Wahlberechtigte dürfen ihre Kreuze setzen und somit mitentscheiden, welcher Kandidat per Direktmandat in den Bundestag einziehen darf und welche Parteien mit wie vielen Sitzen im Bundestag vertreten sein werden.

Doch was sollte man beim Wählen beachten und was wird mit der Erst- und Zweitstimme gewählt? In diesem Wahlkampf wird nicht nur entschieden, welche Parteien in den Bundestag einziehen dürfen, sondern auch, ob es einen neuen Kanzler geben wird oder Angela Merkel erneut gewählt wird. 

Die offiziellen Wahlprognosen, aber auch die Analysen von Wettanbietern im Netz lassen letzteres sehr wahrscheinlich erscheinen – glaubt man dieser Grafik zur voraussichtlichen Stimmverteilung, die das Online-Portal Interwetten auf Basis bereits abgegebener Wetten erstellt hat, würde die CDU/CSU-Fraktion bundesweit 38,6 % der Stimmen erhalten, im Saarland gehen die Analysten gar von 42, 7% aus.

Für die SPD sieht es mit prognostizierten 24,4 % nicht danach aus, als würde Martin Schulz die Wahl noch für sich entscheiden können. Sollte sich Angela Merkel am 24.9. erneut durchsetzen, würde sie gleichzeitig auch den Rekord des Altkanzlers Helmut Kohl brechen, der mit 16 Jahren bis dato der Amtsinhaber mit der längsten Dienstzeit ist.

Die Bedeutung der Erst- und Zweitstimme

In ganz Deutschland gibt es insgesamt 299 Wahlkreise mit jeweils rund 250.000 Wahlberechtigten. In jedem Wahlkreis stellen die Parteien jeweils einen Kandidaten auf – dieser steht dann direkt zur Wahl. Durch die unterschiedlichen Wahlkreise wird sichergestellt, dass jede Region in Deutschland im Bundestag vertreten ist. Der Kandidat mit den meisten Stimmen in seinem Wahlkreis erhält ein Direktmandat und somit einen Sitz im Bundestag. Welcher Person diese Ehre zuteilwird, entscheidet die Erststimme.

Mit ihr werden also bereits 299 Bundestagsabgeordnete direkt gewählt. Mit der Zweitstimme wählen die Bundesbürger keine Person, sondern die Landeslisten einer Partei. Auf der Landesliste stehen alle Kandidaten einer Partei, die diese gern im Bundestag sehen würde. Je höher ein Kandidat gelistet ist, desto höher ist die Chance, dass der- oder diejenige auch in den Bundestag gewählt wird.

Die Zweitstimme entscheidet zudem darüber, wie viele Sitze der insgesamt 598 im Bundestag einer Partei zustehen. Die Kandidaten, die auf der Landesliste an erster Stelle stehen, erhalten dann einen Sitz im Bundestag, das aber nur, wenn die jeweilige Partei die Fünf-Prozent-Hürde überspringt oder sie in mindestens drei Wahlkreisen mit Direktmandaten gewinnen konnte. Erfüllt sie diese Bedingungen nicht, darf die Partei auch nicht in den Bundestag einziehen.

Was sollte man beim Wählen beachten?

Einige Wochen vor der Wahl erhält jeder Wahlberechtigte eine Wahlbenachrichtigung, die darüber informiert, dass der Wähler im Wählerverzeichnis registriert ist, und erläutert, wann und an welchem Ort er wählen gehen darf. Eine Wahlbenachrichtigung und somit wahlberechtigt sind alle deutschen Staatsbürger, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind und seit mindestens drei Monaten in Deutschland wohnen. Ihr Smartphone oder ihre Fotoapparate sollten Wähler dabei besser in der Tasche lassen: Die neue Bundeswahlverordnung sieht seit diesem Jahr ein offizielles Selfie-Verbot in den Wahlkabinen vor.

Wer am Wahltag nicht persönlich vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, per Briefwahl zu wählen. Die Unterlagen zur Briefwahl dürfen Bundesbürger mit deutscher Staatsangehörigkeit noch bis zum 22.9. beantragen. Nichtsdestoweniger ist es ratsam, sich so früh wie möglich um die Unterlagen zu kümmern und sie rechtzeitig ausgefüllt abzuschicken.

Der Wahlbrief muss dem zuständigen Amt spätestens am 24.9. bis 18 Uhr vorliegen. Um klassisch im Wahllokal sein Kreuz setzen zu können, muss der Wahlberechtigte nur einen Lichtbildausweis – also entweder den Personalausweis oder Reisepass – mitbringen.

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