Aachen - Wegen Tihange: „Druck auf Belgien nötig“

Dossier Tihange

Wegen Tihange: „Druck auf Belgien nötig“

Von: se
Letzte Aktualisierung:
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Das belgische Kernkraftwerk Tihange ist auch Thema im Bundestag. Foto: Jungmann

Aachen. Einer neuen Studie zufolge würden im Falle einer Reaktorkatastrophe im belgischen Kernkraftwerk Tihange weite Teile des Rheinlands radioaktiv verseucht. Auch im Bundestag ist das Thema längst angekommen. Die Reaktionen stellen jedoch nicht alle Parteien zufrieden, wie bei einem Themencheck der neun Bundestagsabgeordneten aus der Region deutlich wurde.

„Das Problem ist, dass die Bundesregierung keine ernsthaften Versuche unternimmt, Belgien zu einer Abschaltung der Schrottreaktoren zu bewegen“, sagt der Dürener Grünen-Politiker Oliver Krischer. Zustimmung erhält er von Andrej Hunko (Die Linke, Aachen): Auf Seiten der Koalition fehle „der politische Wille, effektiv auf einen europaweiten Atomausstieg hinzuarbeiten“.

 

Für Wilfried Oellers (CDU, Kreis Heinsberg) kann es nur einen Weg geben: „Die Regierung und die Atomaufsicht in Belgien müssen zum Umdenken gebracht werden. Der öffentliche Druck muss möglichst hoch gehalten werden.“

In der SPD versuche man durch die Vernetzung des belgischen und deutschen Stromnetzes eine Lösung für das Problem zu finden. Die geplante Trasse müsse allerdings erst noch gebaut werden und würde frühestens im Jahr 2020 fertig, sagt Norbert Spinrath (SPD, Kreis Heinsberg).

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