Tihange/Berlin - Tihange: Schulze glaubt an Atomausstieg 2025

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Tihange: Schulze glaubt an Atomausstieg 2025

Von: Madeleine Gullert
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Svenja Schulze
Setzt fest auf den Atomausstieg Belgiens im Jahr 2025: Svenja Schulze (SPD). Foto: Christophe Gateau/dpa

Tihange/Berlin. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) setzt fest auf den Atomausstieg Belgiens im Jahr 2025. „Wir nehmen die Belgier beim Wort, dass an den Abschaltterminen nicht mehr gerüttelt wird“, sagte Schulze auf Anfrage unserer Zeitung.

Sie hatte am Dienstagnachmittag bei ihrem Antrittsbesuch in Brüssel gute Gespräche mit dem für Reaktorsicherheit zuständigen Innenminister Jan Jambon (NVA) geführt, hieß es aus dem Ministerium. Dabei ging es um die beiden Kernkraftwerke in Tihange und Doel bei Antwerpen. Tihange 2 wird hiernach im Jahr 2023, Doel 3 im Jahr 2022 abgeschaltet, betonte Jambon laut Ministerium. „Das ist ein wichtiges Signal für die Menschen in der grenznahen Region und in ganz Deutschland“, sagte Schulze, die die Sorgen der Menschen aus der Aachener Grenzregion durchaus ernstnimmt.

Immer wieder hatte gerade Jambons Partei, die NVA, mit dem Gedanken gespielt, die Laufzeit der Meiler auch über 2025 hinaus zu verlängern. In Belgien sorgt man sich vor Stromknappheit.

Das Vertrauen zwischen Belgien und Deutschland sieht das Umweltministerium nach dem Antrittsbesuch gestärkt. „Wir waren uns im Gespräch einig, wie wichtig der direkte und regelmäßige Austausch und die Zusammenarbeit der Experten sind“, sagte Schulze. Es sei gut nicht übereinander, sondern miteinander zu reden, sagte Schulze.

Vor dem Gespräch mit Jambon hatte Schulze die Laufzeitverlängerung der Meiler Tihange 1, Doel 1 und Doel 2 kritisiert. In ihre Forderung, diese mitunter für Pannen anfällige Meiler zu schließen, hatte Schulze anders als ihre Vorgängerin Barbaba Hendricks (SPD) die „Riss-Meiler“ Tihange 2 und Doel 3, anders als am Mittwoch berichtet, jedoch nicht mit einbezogen.

 

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