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Dossier Tihange

Tihange 2: Hochfahren des Meilers verschoben

Von: mgu
Letzte Aktualisierung:
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Das Atomkraftwerk Tihange bei Lüttich. Foto: Oliver Berg/dpa

Tihange/Brüssel. Das Wiederanfahren des umstrittenen belgischen Atommeilers Tihange 2 ist um einige Tage verschoben worden. Das teilte Betreiber Engie-Electrabel am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung mit. Ursprünglich hätte der Meiler nach einer planmäßigen erfolgten Inspektion am Freitag wieder ans Netz gehen sollen.

Bei der Inspektion hatte Engie-Electrabel nachgewiesen, dass die Risse im Reaktordruckbehälter nicht größer geworden waren.

Am Freitag wurde jedoch der Meiler Tihange 1 wieder angefahren, ursprünglich war das erst für kommende Woche vorgesehen. Die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC hatte das Wiederanfahren des Meilers genehmigt. Betreiber Engie-Electrabel habe bewiesen, dass der Meiler sicher sei, hatte die FANC Anfang der Woche mitgeteilt.

Tihange 1 war seit dem 7. September abgeschaltet gewesen, nachdem bei Bauarbeiten ein Nebengebäude beschädigt worden war. Engie-Electrabel habe notwendige Nachrüstungen erledigt.

Im Rahmen der Sicherheitschecks seien auch weitere Gebäude des Meilers untersucht worden. Es hatte Bedenken der Standfestigkeit im Falle eines Erdbeben gegeben. Diese Zweifel hatte der Betreiber ausräumen können, erklärte die FANC. Das Kraftwerk Tihange liegt 60 Kilometer von Aachen entfernt. 

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