Dossier Tihange

Menschenkette gegen Tihange: Finanzierung gesichert

Von: mgu
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Tihange
Am 25. Juni soll die Menschenkette gegen Tihange (Bild) und Co. stattfinden. Foto: Oliver Berg/dpa

Aachen/Heerlen. Finanzierung gesichert: Die Organisatoren der Menschenkette gegen Tihange 2 sind in den Niederlanden einen Schritt weiter. Knackpunkt war ein 66.000 Euro teures Verkehrskonzept, das die Kommunen, durch die die Menschenkette am 25. Juni verlaufen soll, gefordert hatten.

Die Kosten für die Sicherheitsmaßnahmen hätten die verschiedenen Organisatoren wie das Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie nicht aufbringen können. Nach heftiger Kritik springt die Politik in den Niederlanden nun wohl ein.

Die Provinz Limburg will wohl 30.000 Euro dazugeben. Das müssen wir jetzt aber beantragen, sagte der niederländische Verantwortliche Peer de Rijk von der Organisation „Wise“ (World Information Service on Energy) Neederland. 

Schon zuvor hatten die Kommunen Heerlen, Vaals, Gulpen, Maastricht en Eijsden je 5000 Euro, Meerssen 3000 und Valkenburg 1000 Euro zugesagt. Die Finanzierung der Verkehrsmaßnahmen sei wohl kein Problem mehr. Allerdings liegt die generelle Genehmigung für die Aktion noch immer nicht vor, so de Rijk. „Es ist verrückt, wie die lokalen und regionalen Behörden diese Aktion zu einem großen kafkaesken Chaos werden lassen“, kritisierte de Rijk. Man habe das Recht zu demonstrieren, das werde man sich nehmen.

Derweil forderten die CDU-Bundestagsabgeordneten aus dem Aachener Bezirk, Helmut Brandt, Rudolf Henke, Wilfried Oellers, Thomas Rachel und Detlef Seif Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) in einem gemeinsamen Schreiben auf, die belgischen Untersuchungsergebnisse zu Tihange II und Doel III von deutschen Sicherheitsexperten überprüfen zu lassen.

Kürzlich hatte die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC mitgeteilt, dass sich nach ihren Erkenntnissen die Risse in der Reaktordruckbehältern der beiden umstrittenen Meiler nicht vergrößert hätten. Das spreche für die Sicherheit der Meiler. „Als Bundestagsabgeordnete der betroffenen Regionen Aachen, Düren, Heinsberg und Euskirchen ist uns daher im Interesse der dort lebenden Bewohner sehr daran gelegen, dass deutsche Reaktorsicherheitsexperten die von der FANC veröffentlichten aktuellen Untersuchungsergebnisse umgehend eigenständig prüfen“, heißt es in dem Brief, der unserer Zeitung vorliegt.

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