Aachen - TV-Kritik: Die AKV-Ordenssitzung in der ARD

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TV-Kritik: Die AKV-Ordenssitzung in der ARD

Von: Christoph Velten
Letzte Aktualisierung:
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Katja Suding, Vorsitzende der FDP-Fraktion in Hamburg, bei der AKV-Sitzung. Foto: Steindl

Aachen. Man muss sich schon fragen, was die Verantwortlichen beim WDR geritten hat, ausgerechnet Katja Suding – „die mit den Beinen von der FDP“ – im Programm zu lassen.

An der Qualität ihres Redebeitrages kann es jedenfalls nicht gelegen haben, dessen Inhalt war schon im Saal nicht nachvollziehbar und wird in der Fernsehaufzeichnung am Montagabend in der ARD nicht unterhaltsamer.

So steht sie also da als Punk oder besser in einem Kostüm, das eben so aussieht, wie man sich bei der FDP einen Punk vorstellt, und spiegelt das Wesen ihrer Partei: Sie spricht über sich selbst. 

Dabei stand der Abend doch unter dem Oberbegriff der Integration – als Antwort auf den im Vorfeld so kontrovers diskutierten Markus Söder, den Ordensritter, der aber, so die Idee, gar nicht anwesend war. Nur hin und wieder sah man einen recht missmutig dreinblickenden Mann mit Zauselbart und schwarzer Fönwelle im Publikum sitzen, von dem man nur erahnen konnte, dass es eventuell der bayerische Finanzminister hätte sein können. Ob das alle Fernsehzuschauer verstanden haben? Man durfte daran Zweifel haben.  

Zudem brauchte es trotz der vielen der Originallänge geschuldeten Schnitte auch in der Fernsehversion der Sitzung eine ganze Stunde bis die Ordensverleihung ihren Preisträger in den Fokus nahm und zum politischen Teil überging. Das Konzept von gleich drei Moderatoren, die bisweilen mal hier und mal dort wie aus dem Nichts auftauchten, verhinderte den Eindruck einer zusammenhängenden Sitzung zusätzlich.  

Klar, es wurde getanzt, der Prinz und der Kinderprinz traten auf, Hastenraths Will war lustig, wenn man seinen Humor denn mag, und die lokalen Süßigkeitenhersteller durften auch in der ARD ihre Preise vergeben. Das war es dann aber auch mit dem Oecher Lokalkolorit. Viel mehr gab es allerdings auch im Original am Samstagabend nicht zu sehen. Lediglich Malte Piper und De Originale fielen dem Schnitt komplett zum Opfer. Dafür durften De Räuber aus Köln ran. 

Die Bilder aus dem Aachener Eurogress waren mitunter lokal geprägt, bunt und dann doch einigermaßen austauschbar. Dafür war der Ton am Empfangsgerät exzellent– leider auch, weil das Publikum eher selten mit großem Applaus oder lautem Gelächter störte.

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