Nach Sondersitzung: AKV hält an Söder als Ritter 2016 fest

Von: gei
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Der Elferrat hat am Dienstagabend einstimmig beschlossen, Markus Söder am 23. Januar mit dem Karnevalsorden auszuzeichnen. Foto: dpa

Aachen. Der Aachener Karnevalsverein (AKV) ist trotz massiver Kritik überzeugt, mit dem bayerischen Finanzminister Markus Söder „einen würdigen Ritter des Ordens wider den tierischen Ernst gefunden“ zu haben.

Der Elferrat hat daher am Dienstagabend in einer Sondersitzung einstimmig beschlossen, den CSU-Politiker am 23. Januar in Aachen mit dem Karnevalsorden auszuzeichnen und Forderungen nach einer Absage nicht nachzukommen.

Demokratie müsse Meinung aushalten, heißt es in einer am Abend verbreiteten Erklärung. Söder habe mit seiner Twitter-Meldung, die er kurz nach den Anschlägen in Paris verbreitet hat und in der er einen Bezug zu den Flüchtlingen hergestellt hat, die „Grenze des Zumutbaren“ nicht überschritten, so der AKV. 

Wörtlich teilt der AKV in seiner Presseerklärung mit: „Unmittelbar nach den schrecklichen Attentaten in Paris war es aus Sicht des Aachener Karnevalsvereins dennoch nicht richtig, das Schicksal flüchtender Menschen mit der Forderung nach mehr Sicherheit zu verknüpfen. Martin Schulz hat Recht wenn er sagt, diese Menschen fliehen doch gerade vor solchen islamistischen Fanatikern. Die Haltung des AKV ist hierzu klar: Alle Menschen, die vor Verfolgung, Krieg und Terror zu uns flüchten, verdienen unseren Schutz und unsere Hilfe. Wir glauben, dass es kurz nach den schrecklichen Attentaten von Paris besser gewesen wäre, still innezuhalten.

Markus Söder hat dies nicht getan. Wir sehen jedoch nicht, dass die Grenze des Zumutbaren dadurch überschritten wäre. Demokratie muss Meinung aushalten. Der Elferrat des AKV hat Markus Söder als meinungsfreudige und humorvolle, freundliche Persönlichkeit kennengelernt. Wir sind deshalb weiterhin überzeugt, dass wir in ihm einen würdigen Ritter des Ordens wider den tierischen Ernst gefunden haben.“

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