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Kommentiert: Gysi? Das kann ja lustig werden

Ein Kommentar von Robert Esser

Nach dem Rechtsaußen Söder packt der AKV nun den Linken Gysi in den Narrenkäfig. Mutig ist das nur auf den ersten Blick.

Denn der einst erzkonservative Aachener Karnevalsverein hat sich längst in alle Richtungen geöffnet. Auch wenn manche Gastauftritte – etwa der Linken Sahra Wagenknecht – zuletzt auf der jecken Bühne gähnend langweilig waren. Selbst Gysi entpuppte sich 2006 im AKV-Programm als Niete. Aber da war er auch nur Beiwerk. Man darf darauf wetten, dass er als Hauptdarsteller eine weit bessere Figur macht. Im Mittelpunkt stehen – das liegt ihm, das kann er.

Wer als Ex-Chef einer vergleichsweise kleinen Partei höhere Sympathiewerte als viele Mitglieder des Bundeskabinetts erreicht, kann so schlecht nicht sein. Spitzbübisch, selbstironisch – den muss man liebhaben. Dass seine politischen Ansichten dem geneigten Zuhörer meist herzlich egal sind – geschenkt. Bei ihm ist jedenfalls ausgeschlossen, dass sich eine ungeschickte Bemerkung zum Skandal auswächst. Scharfzüngig, ironisch, quirlig, angriffslustig und hochprofessionell vor jedem Publikum: All das ist Gysi. Das kann ja lustig werden. So oder so.

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