Alles klappt schon wie am Schnürchen

Von: Georg Dünnwald
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Ton ab, Kamera ab: AKV-Präsident Horst Wollgarten und die anderen Akteure der Ordenssitzung müssen bei der Generalprobe keine großen Klippen umschiffen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Na, da kann man ja ziemlich gespannt sein auf die AKV-Sitzung am Samstagabend. Und hoffen, dass sich Binsenweisheiten nicht immer bewahrheiten. Denn die Generalprobe war entspannt, eine ruhige, fast langweilige Atmosphäre herrschte, keine Aufgeregtheiten wie in den letzten Jahren, keine knisternde Spannung war zu spüren.

Dabei haftet doch gerade Generalproben der Ruf an, chaotisch zu sein und grundsätzlich danebenzugehen. Quasi als Garantie für eine gelungene Gala. Sogar die Einsätze klappten wie am Schnürchen. Wenigstens OB Jürgen Linden hatte einen kleinen Aussetzer im „intimen” Gespräch mit dem Mimen Mario Adorf: „Ich habe den Text vergessen, ehrlich.”

Eine Piazza irgendwo in Italien, Pizzabäcker, ein Mafioso, Polizisten, ein Liebespaar auf einer Vespa - so wie sich Schang Schmitz sein Italien vorstellt - das ist die Kulisse für die Handlung rund um die Verleihung des Ordens Wider den tierischen Ernst an Mario Adorf. Gut, die Einführungsrede von AKV-Präsident Horst Wollgarten war zu lang - wesentlich zu lang, aber das lässt sich bis Samstagabend ja noch beheben.

Aber, und da ist man beinahe fassungslos, es klappte wirklich alles auf Anhieb. Der sehenswerte Einmarsch der Stadtwache Oecher Börjerwehr mit den Penn-Marktweibern und dem AKV-Elferrat ebenso wie auch der erste Auftritt von Mario Adorf, der sich mit Bariton-Stimme als Tenor versuchte.

Funiculí, Funiculá - das neapolitanische Lied aus dem Jahr 1880 - schmetterte er mit Inbrunst, so wie es wahrscheinlich seinerzeit zur Eröffnung der Seilbahn auf den Vesuv gesungen wurde. Italienischer Schmalz und rheinische Schunkelseligkeit fanden ihre Symbiose. Der Regisseur hatte nichts zu meckern.

Mario Adorf machte eine gute Figur, im perfekt sitzenden schwarzen Frack mit weißer Fliege ließ er seinen Charme sprühen. „Er ist ein Südländer, schließlich ist er in der Südeifel aufgewachsen”, war die zweifellos humorig gemeinte Überzeugung vom AKV-Präsidenten.

Freitag aber war nicht nur Generalprobe. Der AKV hatte ab 19.30 Uhr in den Quellenhof zur Ritternacht gebeten. Dort konnten die geladenen Gäste mit Mario Adorf, Gloria Fürstin von Thurn und Taxis, Heide Simonis, Constantin Freiherr von Heereman, Dr. Thomas Borer und seiner Gattin Shawn Borer Fielding, Joachim Hunold (Air Berlin) und Wendelin Wiedeking (Porsche-Chef) auf Tuchfühlung gehen.

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