Aachen - 4Amigos sind die Superstars im Karneval

4Amigos sind die Superstars im Karneval

Von: Georg Dünnwald
Letzte Aktualisierung:
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Sie sind die Superstars im Öcher Fastelovvend: Die 4Amigos reißen beim Auftritt im Eurogress noch den müdesten Narren vom Stuhl. Foto: Harald Krömer

Aachen. Im Foyer des Eurogress herrscht gähnende Leere, hinter den Theken langweilen sich die Bedienungen. Und das ist gut so. Denn wenn es im Foyer leer ist, geht im Europasaal die Post ab. So wie bei den 4Amigos. Eine halbe Stunde später als geplant stehen sie auf der Bühne. Uwe und René Brandt, Stefan Beuel und Dietmar Ritterbecks legen los.

„Vür hant Oche jeär”. Wäre es nicht so drangvoll eng beim „tierischen Ernst”, würde bei diesem Lied so manches Tänzchen gewagt. Aber so begnügen sich die Narren im Saal damit, aufzustehen und lauthals mitzusingen.

Mehr und mehr heizen die vier Jungen aus der Öcher Bronx dem Publikum ein. Viele sind enttäuscht, dass die 4Amigos nur zwei Lieder geben dürfen und eine minimale Zugabe. Auf den Rängen tobt das Publikum, fordert weitere Zugaben, letztlich erfolglos. Denn „die Show muss weitergehen”, der AKV ist schon ziemlich im Verzug, das ursprünglich für 22.40 Uhr geplante Finale kann ohnehin so nicht mehr eingehalten werden.

Seit Jahren halten sich Uwe und René Brandt, Stefan Beuel und Dietmar Ritterbecks einsam an der Spitze des Öcher Fastelovvend. Sie sind die Superstars - sie sind der Garant für Stimmung. Da ist es egal, wo sie auftreten, ob vor kleinem oder vor großem Publikum. Ob in einer Gartenkolonie oder im Eurogress. „Ja, nun übertreibe mal nicht so”, sagt Uwe Brandt ganz bescheiden, wenn ein Amigo-Fan in höchsten Tönen schwärmt. Und wird dann vielleicht auch zugeben, dass die Vier aus dem Ostviertel immer noch Muffe vor einem großen Auftritt haben.

„Mir war den ganzen Tag über flau im Magen. Meine Mutter hat mir eine Kanne Kamillentee aufgegossen”, beschreibt Dietmar Ritterbecks seinen Tag. Jetzt, nach dem Auftritt ist jede Aufregung vorbei, Ritterbecks freut sich auf sein Bier, auch die beiden Brandt-Brüder haben nichts gegen ein kühles Blondes einzuwenden. „Mit dem Lampenfieber geht jeder von uns anders um”, sagt Uwe Brandt. „Der eine pieft vor dem Auftritt noch schnell eine Zigarette, der andere verdrückt sich in eine Ecke.”

Wenn die 4Amigos dann endlich auf der Bühne stehen, ist jegliches Lampenfieber wie weggeblasen. „Das Publikum ist einfach wunderbar”, schwärmt Renè Brandt. „Es ist so schön, wenn die Leute einfach nur Spaß haben.” Ihren Auftritt im Eurogress schätzt die „schönste Öcher Boygroup” so ein: „Der war richtig gut, ein tolles, ein lockeres Publikum, wir haben uns sehr wohlgefühlt.”

Noch kein Feierabend

Doch die Amigos haben jetzt noch lange nicht Feierabend. Ihnen steht noch ein Auftritt bevor, der ihnen besonders am Herzen liegt. Sie zieht es ins Josefshaus. Dort tagt die Tropi-Garde. Diesem nicht eingetragenen Verein gehören die vier an. Dort ist ihre Heimat. Stefan Beuel sorgt während der stets ausverkauften Sitzungen dafür, dass genügend Licht alles ausleuchtet, Dietmar Ritterbecks ist für den Ton zuständig. „Die Tropi-Garde ist eine Talentschmiede”, sagt Uwe Brandt, der selbst viele Jahre der General der Truppe war.
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