Michael Mronz: Sportveranstaltungen auf höchstem Niveau

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Michael Mronz: Sportveranstaltungen auf höchstem Niveau

Von: Bernd Mathieu
Letzte Aktualisierung:
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Im August unterwegs in Sachen Kultur: Michael Mronz und Guido Westerwelle besuchen die Premiere der Oper „Fidelio“ bei den Salzburger Festspielen. Immer freundlich und zugewandt, aber nie kumpelhaft. Foto: stock/Eibner
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Auf der Ehrentribüne im Aachener Reitstadion: Michael Mronz (Mitte) mit seinem Partner Guido Westerwelle und dem Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp (links) während der Reit-Europameisterschaft in diesem Sommer. Foto: stock/Siebinger
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Zwei Leben, eine Partnerschaft: Guido Westerwelle und Michael Mronz. Sie sind seit 2010 verheiratet. Foto: stock/Eibner

Michael Mronz ist ein sehr zurückhaltender, höflicher, ausgesprochen aufmerksamer Mensch. Seine Persönlichkeit: freundlich, mit äußerer Gelassenheit, und er sagt ziemlich passend zu diesen sichtbaren Attitüden: „Ehrlich: Stress kenne ich nicht.“

Dabei hat der Mann eine Menge zu tun, viele Termine im Blick zu halten, Anfragen zu beantworten, große Veranstaltungen zu organisieren und eine Arbeitsfülle zu bewältigen, die vielen anderen Zeitgenossen den Stress ganz schön schnell in die Pulsader ihres Alltags pumpen würde. Mronz bleibt ruhig. Jedenfalls äußerlich. Im Inneren? Wir wissen es natürlich nicht genau.

Michael Mronz behält offensichtlich die Übersicht – über seinen Job, und, wie man nach dem Buch seines Mannes Guido Westerwelle einigermaßen zuverlässig vermuten darf, auch im privaten Leben. Dabei haben der ehemalige Außenminister und der Sportmanager und Unternehmer nie viel Aufhebens um sich selber veranstaltet. Aus ihrer Partnerschaft haben sie nicht lange ein Geheimnis gemacht, warum auch?! Die Heirat im September 2010 mit einer überschaubaren Feier im kleinen Kreis von nur 20 Gästen, keine provozierten Fotosessions, roter Teppich allenfalls und unvermeidbar bei den Bayreuther Festspielen, auch hier: immer zugewandt, offen, nie kumpelhaft, mit einer angenehmen und sympathischen Distanz, die als persönliche private Nische bleibt, bleiben muss.

Michael Mronz ist Rheinländer, in Köln geboren, amtlich eingetragen mit dem 1. März 1967. Vater Architekt, Mutter Galeristin. Bruder Alexander, späterer Tennisprofi, der war eine Zeit lang fester Freund von Steffi Graf. Nach Studium der Betriebswirtschaftslehre 1999 Diplom als Kaufmann an der Universität Köln. Geschäftsmann von Jugend an. Als Schüler vermietete er vor dem Haus seiner Eltern in Köln-Junkersdorf Parkflächen für Besucher des nahen Tennisplatzes und des Müngersdorfer Stadions. Während seines BWL-Studiums – noch in Göttingen – organisierte er die ersten Tennisturniere.

Das war sozusagen der Grundstein für die spätere Karriere. „Ich habe als Balljunge bei einem Tennisturnier angefangen und nachher die ehrenvolle Aufgabe bekommen, die Ballkinder und Linienrichter einteilen zu dürfen“, erinnert er sich an die ersten Aufgaben als „Manager“. „Als ich ein bisschen älter wurde, habe ich hier und da einmal eine Anzeige und einen Banner für ein Tennisturnier verkauft. Ich merkte, dass es mir Spaß macht, und hatte ein paar andere Ideen, wie man ein Turnier organisieren kann.“ Die hat er dann während seines Studiums realisiert.

Und heute? Mit seiner Firma MMP Veranstaltungs- und Vermarktungs-GmbH organisiert, unterstützt und vermarktet er vor allem große Sportveranstaltungen. Seit 1. Oktober 1997 ist er Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH (ART) und damit einer der wesentlichen verantwortlichen Gestalter des CHIO Aachen. Viele Innovationen dort tragen seine Handschrift. Neben zahlreichen neuen Verträgen mit hochkarätigen und zahlungskräftigen Sponsoren führte das zu lukrativen und für das Turnier wichtigen TV-Vereinbarungen. Der CHIO wird mittlerweile in mehr als 140 Länder übertragen.

Die Flutlicht-Events, die CHIO-App, die Gourmet-Meile, der Stadion-Ausbau, die Reit-WM 2006 und die Reit-EM in diesem Jahr: Michael Mronz beweist seit vielen Jahren gerade in Aachen, zu welchen Leistungen er in der Lage ist. Seine Kompetenz, sein Netzwerk, seine Ideen hinterlassen kreative und erfolgreiche Spuren.

Er ist in anderen Städten und in anderen großen Projekten aktiv: so zum Beispiel bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009 in Berlin, bei bedeutenden Tennisturnieren, etwa BMW-Open in München, beim Marathon und auch bei und mit Stefan Raab. 2006 war er „Sportmanager des Jahres“. Michael Mronz hat seine Vorstellungen, seine Pläne, seine Ziele. Und ist doch Teamplayer. „Im Team diskutieren wir Konzepte für neue Veranstaltungen oder überlegen, wie bestehende Veranstaltungen noch besser werden können.“ Zuweilen ist das auch ganz profaner Alltag und eine individuelle Leistung: „Oft habe ich unter der Dusche die besten Ideen.“ Hauptsache für ihn: „Mir macht der Job sehr viel Spaß. Man muss eben wissen, dass es kein Wochenende gibt. Das gehört dazu.“

Bei allem Gespür fürs gute Geschäft hat sich Michael Mronz den Sinn für Freude am Beruf und den damit verbundenen Veranstaltungen bewahrt. Über das Aachener Reitturnier sagt er: „Ich freue mich jedes Mal wie ein kleines Kind, und das ist nicht übertrieben, wenn es beim Turnier los geht. Ich finde es einfach toll zu sehen, mit welcher Begeisterung und Freude die Menschen hier zur Anlage kommen.“

In diesem Sommer bei der EM war auch Guido Westerwelle wieder dabei, etwa ein Jahr nach der Krebs-Diagnose. Die schwere Krankheit hat die Beziehung zwischen ihm und Michael noch intensiver werden lassen. Guido Westerwelle sagt über ihn: „Er war immer da, wenn ich ihn brauchte. Und ich brauchte ihn oft.“ Sein Buch hat er seinem Partner gewidmet: „Für Michael. Dem Mann meiner zwei Leben.“ Zwei Leben, eine Partnerschaft.

Michael Mronz wird am 13. Januar Gast unserer Gala „Menschen 2015“ sein. Ob auch Guido Westerwelle dabei sein kann, hängt dann von seiner aktuellen gesundheitlichen Situation ab. Er würde sehr gerne teilnehmen, und wir hoffen, dass es klappt!

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