Aachen - Phänomen Licht: Wellen, winzige Teilchen und lange Botschaften

Phänomen Licht: Wellen, winzige Teilchen und lange Botschaften

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Finger hoch und aufgepasst: Diese Kinderuni-Teilnehmer sind beim Vortrag von Florian Merget mit Feuereifer dabei.

Aachen. Wusstest du, dass es unsichtbares Licht gibt? Und dass man mit Licht Dinge zerschneiden kann? Und dass man für das Internet Licht braucht? Dieses Wissen haben spätestens seit Freitag die rund 800 Kinderuni-Teilnehmer nach dem Vortrag von Florian Merget vom Lehr- und Forschungsgebiet für Integrierte Photonik.

„Welche Lichtquellen kennt ihr?“, fragt der promovierte Ingenieur im Hörsaal Audimax. Zoe (8) aus Aachen sitzt zum ersten Mal in der Veranstaltung von RWTH und Zeitungsverlag Aachen, die von der Stawag unterstützt wird. Erst weiß Zoe nicht, was Merget wissen möchte. Doch als andere Kinder im Saal Feuer, Lampen, Laserpointer, Glühwürmchen und Sterne nennen, fällt Zoe der Mond ein. Alles Beispiele für sichtbares Licht, bestätigt Merget. „Aber es gibt auch unsichtbares Licht“, sagt er. Röntgenstrahlen fallen darunter, und die Strahlen aus der Mikrowelle.

Anfassen können die Kinder weder die sichtbaren noch die unsichtbaren Strahlen. Auch die Definition von Licht ist nicht leicht zu begreifen: „Licht ist sowohl ganz kleine Teilchen, als auch elektromagnetische Wellen“, hat Merget aufgeschrieben. „Das ist schwierig“, sagt Zoe und steckt sich ein Stück Traubenzucker in den Mund. Merget, der Elektrotechnik studiert hat, weiß, dass die Definition nicht einfach ist.

„Was passiert, wenn Licht auf ein Hindernis trifft?“, fragt er als nächstes und zeigt drei Möglichkeiten auf: 1. Licht wird absorbiert, also verschluckt. 2. Licht wird gebrochen. 3. Licht wird reflektiert, etwa in einem Spiegel. Merget spricht langsam, erklärt einfach, doch die Kinder sind unruhig.

Bei der Frage danach, wozu Menschen Licht nutzen, sind die Jungen und Mädchen dafür wieder aufmerksam. „Um zu sehen“, sagt Zoe. Zur Beleuchtung, fasst Merget zusammen. Und wozu noch? Zum Schneiden von Metall und Schweißen. Und Menschen nutzen Licht dazu, um Daten zu übertragen. „Das Internet beruht hauptsächlich auf Datenübertragung mit Licht“, sagt Merget. Dafür gibt es ein weltweites Untersee-Glasfaserkabel.

Aber auch schon die alten Römer nutzten Licht, um Botschaften zu übertragen. „Mit Hilfe von Lichtsignalen wurden Botschaften von Wehrturm zu Wehrturm weitergeleitet“, sagt Merget. Wusstest du das? Zoe weiß es seit Freitag.

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