Ein Lichtstrahl, der bis zum Mond reicht

Von: Christina Diels
Letzte Aktualisierung:
Kinderuni Laser
Die Kinderuni feiert Jubiläum: Bei der 25. Auflage erklärte RWTH-Professor Reinhart Poprawe, was es mit Lasertechnik auf sich hat. Rund 1000 junge Zuschauer im größten Hörsaal der Universität folgten der Vorführung gebannt und durften das Experiment selber in Augenschein nehmen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Einen Außerirdischen hat Laura, 10, noch nie getroffen. „Zumindest keinen echten”, sagt sie. Außerirdische kennt sie nur als Spielfiguren. Ob sie gerne mal eine Nachricht ins All schicken würde? „Warum nicht”, sagt die Schülerin aus Würselen.

Das ist gar nicht so leicht. Um Licht ins All zu schicken und einem Außerirdischen den Weg auf die Erde zu weisen, bräuchte sie ein starkes Licht. Ein Licht, das bis ins Weltall vordringt: einen Laser.

Und mit solchem Licht kennt sich Laserfachmann Reinhart Poprawe, 56, aus. Der Professor an der Aachener Uni hat am Freitag rund 1000 Teilnehmern der Kinderuni erklärt, wie man einen Laser baut. Laura hat in der letzten Reihe im größten Hörsaal der Uni einen der letzten Plätze ergattert. „Von hier oben habe ich die beste Aussicht”, findet sie. Die Kinderuni in Aachen feiert mit der 25. Auflage ein Jubiläum und Laura mit ihrem ersten Besuch eine Premiere.

Vorne macht der Professor den Unterschied zwischen Laser und Taschenlampe deutlich. Das Licht einer Taschenlampe geht in alle möglichen Richtungen. Das Licht eines Lasers geht nur in eine Richtung. Mit dem Strahl einer Taschenlampe kann Laura heimlich unter der Bettdecke lesen. Aber der Strahl reicht nicht bis ins All. Der Strahl aus dem Laser kommt weit. „Nicht nur bis zur Grenze von Deutschland, sondern bis zum Mond”, weiß der Professor.


Um einen Laser zu bauen, erklärt er, braucht man zwei Spiegel. „Dazwischen sperren wir das das Licht ein”, sagt er. „Da geht das Licht immer hin und her und es baut sich eine Lichtwelle auf.”

Und wofür braucht man Laser noch? Also wenn man nicht gerade einem Außerirdischen eine Nachricht schicken will? Laura zuckt mit den Schultern. An der Supermarktkasse leuchtet ein Laser über die Strichcodes. Und manche Menschen lassen sich ihre Augen lasern, damit sie keine Brille mehr brauchen.

Und dann hat der Professor da noch eine Vorstellung, wo der Laser in Zukunft eingesetzt werden könnte. Er stellt sich vor, dass man mit einem Laser operiert. Ohne Skalpell. Dann hätte Lauras Tante keine Narbe an ihrem Bauch von ihrer Blinddarmoperation.


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