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Zweifaller Jecken trotzen Kälte und Schneefall

Von: Toni Dörflinger
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Weiberfastnacht auf dem „Kaiserplatz”: Den Beginn des Zweifaller Straßenkarnevals nutzte auch das Venwegener Dreigestirn für eine ausgelassene Stippvisite. Foto: Toni Dörflinger

Stolberg-Zweifall. Die Bierleitung des Getränkewagens war zugefroren und gab das kostbare Nass nur tropfenweise ab. Als selbst die Auftauversuche per Gasbrenner zu keinem Ergebnis führten, mussten die 100 Jecken, die im Schneegestöber auf dem „Kaiserplatz” den Start in den Straßenkarneval feierten, das Bier aus der Flasche konsumieren.

Abgesehen von diesem kleinen Missgeschick ließen sich die Zweifaller trotz des beständigen weißen Nachschubs von oben die gute Laune nicht vermiesen. „Denn wer ein echter Eescheküll ist, der trotzt an Weiberfastnacht auch den Unbilden der Natur”, versicherte Axel Fiedler, Tollität des Jahres 2006, der die Kollegen von der „Brass-Kapell” untergehakt hatte, um angesichts der frostigen Temperaturen eng zusammen zu rücken und gemeinsam um die Wette zu schunkeln und zu singen.

Tuchfühlung aufnehmen hieß auch die Devise für das Venwegener Dreigestirn, das per Bus nach Zweifall gereist war, um auf dem an der Ecke Jägerhaus-/Kornbendstraße gelegenen Kaiserplatz, der Kälte zu trotzen und den Fettdonnerstag hochleben zu lassen. Für den Venwegener Prinzen Cary I. (Karphammar), der gemeinsam mit Bauer Frank (Falter) und Jungfrau Johan (Jansson) ins Eeschekülle-Land gekommen war, löste das Wetter Heimatgefühle aus.

„Schnee um diese Jahreszeit ist in Schweden eine Selbstverständlichkeit”, versicherte der Chef des schwedischen Direktimports, der in dieser Session „De Vennkatze” regiert. Neben Getränken und der vom Trommler- und Pfeifercorps beziehungsweise der Brass-Kapell dargebotenen Live-Musik, konnte man auf dem „Kaiserplatz” auch heiße, leckere Erbsensuppe aus der Gulaschkanone der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr genießen.

Die Organisation der Open-Air-Fete hatte die von Wilfried Aberle geleitete Interessengemeinschaft Zweifaller Karneval übernommen. Des weiteren hatten Karin und Rainer Haase wieder einmal den kleinen, vor dem alten Reitmeisterhaus gelegenen Platz, für den Aufbau der Bühne zur Verfügung gestellt. Um das leibliche Wohl des bunt kostümierten Besuchers kümmerten sich neben der Feuerwehr die Erwachsenen vom Zweifaller Kinder-Musketier-Corps, die neben kalten auch heiße Getränke ausgaben. Angesichts der Minusgrade war die Freiluftveranstaltung nur von kurzer Dauer.

Schon nach knapp zwei Stunden zog man in Richtung Kornbendstraße, um die Fettdonnerstagsfeier im warmen Festzelt fortzusetzen.
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