„Zocker” haben ein Herz für Kinder

Von: hst
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Aachen. Prinz Alwin I. Fiebus hatte sein Pokerface aufgesetzt. Reine Fassade, denn es ging um das Wohl von Kindern. „Wir haben im Karneval so viel Spaß miteinander, dass wir auch an die denken sollten, denen es nicht so gut geht”, sagte der Prinz.

Deshalb sei es für ihn keine Frage gewesen, das von seinem Vorgänger Dirk Trampen ins Leben gerufene Benefiz-Pokerspiel zu unterstützen. In vollem Ornat und in Begleitung seines gesamten Hofstaats saß Alwin I. deshalb an einem der Tische im Pokerraum des Casinos Aachen. Und zockte.

Während seiner Session als Prinz 2010 hatte Trampen das Pokerturnier organisiert, um den sozialen Zweck seines Amtes auf eine neue Art zu erfüllen. Auf die Idee sei er gekommen, weil Pokerturniere im Fernsehen sehr populär seien und die Stadt Aachen ein Casino mit so exklusivem Ambiente habe. „Ein großer Dank geht an die Casino-Betreiber, die uns schon zum zweiten Mal im Poker-Saal empfangen”, betonte der Ex-Prinz.

Rund 50 Spieler waren bei der zweiten Auflage des Turniers für den guten Zweck gegeneinander angetreten und haben etwa 5500 Euro für Not leidende Kinder eingespielt. Das Geld geht ans Hilfsprojekt „Golf & Humor” und an den „Nele und Hanns Bittmann- Hilfsverein”, für den Prinz Alwin auch mit dem Verkauf eines besonderen Ordens Geld sammelt.

Da es für die Spieler nicht um den Gewinn, sondern um den wohltätigen Zweck ging, stand nicht Ehrgeiz, sondern Spaß im Vordergrund. „Alle Gäste und die Croupiers hatten großartige Laune, wir haben viel gelacht”, war Ex-Prinz Trampen mit dem zweiten Pokerturnier hoch zufrieden.

Bevor die Spieler in zwei Runden über närrische 111 Minuten gegeneinander antraten, hatten die Poker-Dealer für alle noch einmal die Regeln erklärt. „Einige haben noch nie gespielt, das gibt dann immer viele lustige und skurrile Szenen”, schmunzelte er. Nach der ersten Runde, in der die Zusammensetzung der Tische per Los entschieden wurde, spielten im zweiten Teil des Turniers jeweils die Sieger, die Zweiten, Dritten und die weiteren Platzierten der einzelnen Tische gegeneinander, um so den Hauptsieger zu ermitteln.

Auch für Thomas Fleischer - für die Spielaufsicht im Pokerraum zuständig - war es ein entspannter Abend: „Die Spieler benehmen sich alle hervorragend.” Trampen ist zuversichtlich, dass es auch eine dritte Auflage seines Poker-Turniers geben wird. „Vielleicht wird es eine Tradition, dass jeder Prinz daran teilnimmt.”
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