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Würselens Jecke: Mit Ballon-Herzen an die Herrschaft

Von: Ilona Rütten-Sieben
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Mit Kanonen auf Spatzen: Schwere Geschütze fuhr Prinz Heinz VI. auf dem Morlaixplatz auf - eine Kanone und lautstarke Argumente. Foto: Ilona Rütten-Sieben

Würselen. „Ich glaub, es friert gleich die Hölle ein”, schauderte es Bürgermeister Arno Nelles auf dem Balkon des Rathauses. Mit seinen teuflischen Mitarbeitern hatte er den Vorplatz fest im Blick, wartete auf den Angriff der Narren. Doch die verspäteten sich angesichts der Wetterverhältnisse doch glatt, um dann aber mit schwerem Geschütz aufzufahren.

Prinz Heinz IV. rollte mit Gefolge und Kanone an. Letztlich waren es aber Luftballon-Herzen der Jecken, die das Herz des Ersten Bürgers zum Schmelzen brachten.

Der Weg ins Rathaus war frei, der symbolische Schlüssel wurde überreicht. Derweil wurde im Foyer schon wild geschunkelt und getanzt. Alles egal, Hauptsache: „Es steht ein Pferd auf dem Flur.”

In Broichweiden erwischte es ein gänzlich anderes Oberhaupt: Mit einem Schal gefesselt wurde Pfarrer Hans Rolf Krewinkel unter dem Jubel vieler Jecken ins Jugendheim von St. Lucia geschleppt. Stadtteilprinz Freddy I. kannte kein Erbarmen, das Pfarrhaus kam ebenfalls unter neue Herrschaft.

Bei der Gemeinschaftsveranstaltung der Jugend-Kirche, der Westwacht und der Hölze Päed war schon am frühen Mittag einiges los. Das Programm gestalteten unter anderem die Kindergarde und die Minis des Montessori-Kinderhauses „Klatschmohn” mit. Hier herrschten generell die kleinen Narren in ihren süßen Kostümen vor und tanzten immer wieder ausgelassen zwischen den Stehtischen oder auf der Bühne.

Eine Fete in der Mehrzweckhalle in Bardenberg hatte der Ausschuss Bardenberger Karneval gemeinsam mit der 1. Bardenberger Prinzengarde organisiert. Ein kleines karnevalistisches Programm - auch aus eigenen Reihen - hielt die Jecken in Stimmung.

Der „Wirbelwind von Bardenberg”, Mariechen Lisa Hanf, begeisterte, ebenso die Tanzgruppen der Vereine. Und wer die Texte bis dahin noch nicht mitsingen konnte, der schaffte es spätestens beim Auftritt von Würselenes Schlager-Star Torben Klein. Na dann: „Wöschele Alaaf!”
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