Würselen - „Wöschelter Prinzen” garantieren gute Laune

„Wöschelter Prinzen” garantieren gute Laune

Von: Georg Pinzek
Letzte Aktualisierung:
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Eine lustige Truppe: Die „Wöschelter Prinzen” sind mit Herzblut dabei.

Würselen. Die Wände des Salmanushofs wackeln: Inbrünstig intonieren ein Dutzend Männer in schwarzen Hemden: „Ach wär ich nur ein einzig Mal ein schmucker Prinz im Karneval...” Ihre Krägen ziert der Schriftzug „Wöschelter Prinzen”.

Der illustre Kreis von ehemaligen Tollitäten schmettert zur Musik vom Band Lieder passend zur fünften Jahreszeit. Aber nicht nur solche. Wöschelter Liedgut zählt zum Repertoire. Diese Ex-Prinzen sind ganz offensichtlich auch bei dieser Rolle in ihrem Element. Die singenden Brauchtumspfleger sind eine echte Bereicherung für die „Düvelstadt”, Garanten für Schwung und gute Laune.

Freitagabend feierten die „Wöschelter Prinzen” Premiere bei der Kürung des Würselener Stadtprinzenpaars Karl-Erich I. und Beate I. (Crumbach) in der Aula an der Klosterstraße.

Entstanden sind die „Wöschelter Prinzen” aus der IG „Stadttollitäten”, erklärt Initiator Dieter van Horn, seines Zeichens Stadtprinz 2008. Ebenfalls im Salmanushof auf der Drisch fand im August 2007 das Gründungstreffen statt. Den ersten großen Aufmarsch mit rund 30 Tollitäten gab es bei der Kürung von Prinz Dieter III. im November 2007.

Die ältesten Teilnehmer waren die zwei Nachkriegs-Prinzen Eduard Johnen (1949) und Peter Krings (1950), beide sind leider in diesem Jahr verstorben. Die Stadttollitäten erklärten den Salmanushof zur Hofburg, 2009 genossen die Ex-Prinzen in einem offenen Doppeldeckerbus am Tulpensonntag das Bad in der Menge.

Angetreten sind sie als vereinsunabhängige ideelle Unterstützung von Tradition und Brauchtum Karneval in der Düvelstadt und als Stärkung des Komitees Würselener Karneval (KWK), das die Prinzen ja jeweils aufs Schild gehoben hat.

Beim Konsulentreffen des KWK im Januar diesen Jahres hatte Dieter van Horn die Idee, eine Gesangstruppe der Ex-Prinzen auf die Beine zu stellen. Gesagt, getan: Die „Wöschelter Prinzen” feierten Geburtstag.

Zwölf ehemalige Tollitäten sind mit von der Partie. Das Besondere: Die jecken Sänger schmettern nicht nur Karnavalslieder. In Anlehnung an die Würselener Bänkelsänger Franz-Josef Esser, Theo Kogel und den verstorbenen Herbert (Heppi) Kreutz, wollen die „Wöschelter Prinzen” den düvelstädtischen Karneval unterstützen, alte Lieder erhalten und neu beleben.

Gerade in Zeiten merkwürdiger, vermeintlicher Bräuche (so zum Beispiel zu Halloween) sind Botschafter heimischer Traditionen und Brauchtümer nicht nur nach Einschätzung von van Horn mehr denn je gefragt.

„Wir erheben keinen Anspruch auf musikalische Professionalität, sondern möchten als Würselener Stadtprinzen den Karneval traditionell begleiten und zukünftigen Prinzen über nur eine Session hinaus eine Perspektive, eine Heimat bieten”, betont Dieter van Horn.

In der laufenden Session sind bereits zehn Auftritte fest eingeplant, darunter am Freitag, 11. Februar 2011, in der Aula des Gymnasiums beim öffentlichen Empfang des Stadtprinzenpaares. Dazu ist die jecke Bevölkerung schon heute herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Speisen und Getränke werden zu moderaten Preisen angeboten.

Auch mit kleinerer Besetzung wollen die „Wöschelter Prinzen” bei Veranstaltungen auflaufen, maximal drei bis vier Lieder sollen pro Auftritt zum Besten gegeben werden. Also Bühne frei! Auf alle Fälle sind diese Prinzen hitverdächtig, nicht nur mit: „... das wär so wunder - wunderschön.”

Mit von der Partie bei den „Wöschelter Prinzen” sind: Hardy I. (Breuer/1973), Willi IV. (Lutter/1985), Henry I. (Rosenbaum/1987), Hans III. (Bücken/1999), Wolfgang I. (Kern/2001), Henrik I. (Väisänen/2004), Rudi I. (Mainz/2005), das Dreigestirn Rüdiger I. (Voss), Joachim I. (Classen) und Volker I. (Koth), Dieter I. (van Horn/2008) und Gerhard I. (Römer/2009).
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