Aachen - Weiberfastnacht: Viel los auf den Straßen der Städteregion

Weiberfastnacht: Viel los auf den Straßen der Städteregion

Von: red/pol
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Polizei Karneval
Die Polizei verzeichnet weniger „jecke“ Einsätze als im Vorjahr in der Städteregion Aachen. Foto: dpa

Aachen. Gut zu tun hatte die Polizei in der Städteregion zu Beginn der tollen Tage. Eine wesentliche Rolle spielte aber hierbei auch das eher antikarnevalistische Wetter, bilanzierte Paul Kemen von der Polizeipressestelle am Tag nach Fettdonnerstag. Zu den Einsätzen gehörte die Schließung einer Kneipe in der Aachener Innenstadt, wo der Wirt betrunken war und sich die Gäste prügelten.

Insgesamt vermerkten die Einsatzleiter der Polizei in der Region in ihren Berichten „eine hohe Kneipenauslastung“. Insgesamt fuhren die Ordnungshüter in Stadt und Städteregion in der Zeit von Weiberfastnacht 18 Uhr bis Freitagmorgen 6 Uhr insgesamt 265 Einsätze. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 234 Einsätze.

Allerdings, räumt Paul Kemen ein, müsse man dabei die rund 50 witterungsbedingten Einsätze, die im Polizeiprotokoll als „Gefahrenstellen“ (entwurzelte Bäume, umgestürzte Bauzäune, herabgestürzte Dachziegel, et cetera) vermerkt werden, abziehen, Somit kommen die Statistiker auf rund 215 „jecke“ Einsätze, also über ein Dutzend weniger als noch 2016.

Herausragende polizeilich relevante Ereignisse habe es dabei nicht gegeben, so Kemen. Bis zum Nachmittag war es polizeilich gesehen noch ruhig. Erst am Abend zogen die Einsätze insgesamt an. Meist ging es dabei eben um die „Gefahrenstellen“, um Körperverletzungen, Schlägereien, Randalierer und Betrunkene und deren alkoholbedingten zeitweiligen Verlust der Muttersprache. Letztere kamen dann ins Polizeigewahrsam oder ins Krankenhaus.

Auch Ron-Roger Breuer, Einsatzleiter beim Aachener Sicherheits- und Ordnungsdienst, sagte am Freitag: „Insgesamt haben die Jecken in unserer Stadt zwar im doppelten Sinn „stürmisch“, aber ohne größerer Vorkommnisse Karneval gefeiert.“

Der Höhepunkt: Gemeinsam mit der Polizei musste das Ordnungsamt am Abend eine Gaststätte in der Aachener Innenstadt schließen. Der Wirt selbst war stark alkoholisiert und unter den anwesenden Gästen war es zu einer Schlägerei gekommen.

Die Zellen der Polizei erfuhren insgesamt eine hohe Auslastung. „Zeitweise gab es hier einen hohen Besucheransturm. So feierten bis zu 30 Leute für sich alleine in den Zellen der Polizei ihren Karneval oder schliefen halt ihren Rausch aus“, teilte Polizeisprecher Paul Kemen mit.

Jedenfalls sei das Konzept der Polizei – in der Region eine starke Präsenz zu zeigen – aufgegangen. Schwerere Auseinandersetzungen habe es nicht gegeben oder sie konnten durch das schnelle Eingreifen der Polizei im Keim erstickt werden.

Auch bei Alkoholkontrollen zu Weiberfastnacht seien keine Autofahrer erwischt worden, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ihr Fahrzeug lenkten. 120 Autos kontrollierten die Beamten in der Städteregion. 20 Autofahrer mussten ins Alkoholtestgerät pusten. Polizeisprecher Kemen verkündete am Freitag das im wahrsten Sinne nüchterne Ergebnis: „Der höchste angezeigte Wert lag bei 0,02 Promille.“

Selbst die Autofahrer, nach Angaben der Kontrollbeamten, waren deutlich weniger als sonst unterwegs, hielten sich auch allgemein an die Straßenverkehrsordnung. Lediglich sieben Knöllchen verhängten die Beamten wegen kleinerer Verstöße wie verbotenem Abbiegen. Die Polizei spricht den Autofahrern ausdrücklich ein Lob aus.

Wegen der Unwetterwarnungen wurden an den Zeltveranstaltungen im Laufe des Tages ständig Windmessungen vorgenommen, damit die Veranstalter gegebenenfalls Maßnahmen für die Sicherheit der Besucher treffen konnten. Bis zum Abend wurden die kritischen Windgeschwindigkeiten jedoch nicht überschritten.

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