„Wasser marsch” zum „Marieche, tanz!”

Von: dol
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Unterm Regenschirm marschierten Karnevalsgesellschaften und Tanzgarden von der Kleinen Kö zum Marktplatz, wo um 11.11 Uhr die Session eröffnet wurde. Foto: Dolfus

Jülich. Wer am Samstag die Sessionseröffnung „open air” auf dem Jülicher Marktplatz feiern wollte, musste ein wahrhaft hartgesottener Karnevalist sein. Dem schlechten Wetter zum Trotz zogen die Jecken mit Schirmen und Regenstiefeln gefeit vom trockenen Platz am Lazarusbrunnen in der Kleinen Kö in Richtung Marktplatz.

„Wat ene richtije Jeck is, dem stürt och kene Rän”, meinte Heinrich Ningelgen, Präsident der Historischen Gesellschaft Lazarus Strohmanus. Früher sei man zudem auf einer Bühne ohne Dach aufgetreten. Da wolle man sich heute von so einem bisschen Wasser nicht aus dem Konzept bringen lassen.

Margarete Esser-Faber, stellvertretende Bürgermeisterin, übernahm in diesem Jahr die Aufgabe von Heinrich Stommel, das Fass Freibier auf dem Marktplatz anzuschlagen. „Mer han extra e leer Fass jenomme. Damit dat nit spritz”, ulkte Moderator Peter Hintzen, Präsident der KG Stopp dä Mutz, von der Bühne. Natürlich war dem nicht so, und das Bier floss nach ein paar beherzten Schlägen mit dem Holzhammer auch zügig.

„Wir haben ja dieses Mal eine besonders lange Session. Da werden bestimmt noch Tage mit besserem Wetter kommen”, versprach Esser-Faber. Die Narren der Gesellschaften Fidelitas Bourheim, Stopp dä Mutz Broich, Ulk Jülich, Rurblümchen Jülich, Rursternchen Jülich, Stadtgarde und Lazarus Strohmanus hoben sogleich zum ersten Alaaf der neuen Session an und schunkelten pitschnass zur Musik der Band „Bronchitis”.

Aufgeregt hatten insbesondere die kleinen Jecken der Tanzgarden auf den Beginn der fünften Jahreszeit hingefiebert. Sie wollten nun endlich ihre neuen Choreographien präsentieren, die sie in den vergangenen Wochen und Monaten vorbereitet hatten. Um ihre glatten Tanzstiefel zu schonen, waren die Kinder in Gummiclogs aufmarschiert, die sie erst an der Bühne abstreiften.

Aber die nassen und rutschigen Bretter machten es ihnen nicht leicht, auch wenn zwischendurch immer mal wieder provisorisch trockengewischt wurde. Trotz einiger Rutscher absolvierten die meisten Tänzerinnen und Tänzer das Programm unbeschadet. Rundum gelungen war dieser Sessionsauftakt für die Kleinen damit sicher nicht. Aber die trockeneren Auftritte der nächsten Wochen werden sie gewiss entschädigen.

Zumindest der musikalischen Qualität taten die Wassermassen keinen Abbruch. Die Band stimmte einen Karnevalshit nach dem anderen an, und Marc Muckel, Vorsitzender des Festausschusses Jülicher Kengerzoch, stimmte zu zwei Liedern an. Zum guten Schluss durfte natürlich das Hexenturmlied, angestimmt von Wolfgang Dehlen, nicht fehlen.
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