Walheim: Warten lohnt sich

Von: chc
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Alaaf von klein bis groß in Walheim. Foto: Kurt Bauer

<b>Walheim. </B>Das Leben, insbesondere das von Heranwachsenden, ist geprägt vom Warten. Auf das Christkind, die Ferien, den nächsten Bus oder den Führerschein.

Während der Sozialisation des rheinisch geprägten Nachwuchses ist ein weiterer Aspekt des freudigen Herbeisehnens beinah unumgänglich: Das Warten auf d´r Zoch.

In Walheim lässt sich das gut beobachten. Da springen die kleinen Jecken aufgeregt am Rand der Prämienstraße umher, ein kostümiertes Kleinkaninchen haut den Karmelle-Konkurrenten seine Sammeltüte um die Ohren. Glücklicherweise ist Letztere zu diesem Zeitpunkt noch gähnend leer. Und wenn sie es nicht schon wären, dann würde die Warterei wohl auch die großen Narren ganz jeck machen.

Dann ist es endlich soweit: Pünktlich wie stets kommt der Walheimer Zug. Vorneweg marschiert das Trommler- und Pfeiferkorps Edelweiß Walheim. Für den ersten Karmelleregen sorgt dann die kunterbunte Erste Walheimer KG.

Der arme Ritter, der mit König Drosselbart unterwegs ist, kann sich natürlich nicht so gebefreudig zeigen. Dann ziehen die Kinder der Grundschule Walheim und Eintracht Walheim im traditionellen Blau-Gelb vorbei.

Es folgen eine Horde Gartenzwerge, die auf ihrem hohen Wagen ganz schön groß wirken und die KG Tanzgruppe Friesenrath, die neben gelben Rosen auch fleißig Bützchen verteilt. Der nächste Wagen verdeutlicht, dass auch in Walheim Bauern auf Frauensuche sind - den krönenden Abschluss bildet die Erste Walheimer KG.

Und weil der Zug in Walheim klein aber fein und deswegen nicht besonders lang ist, müssen die kleinen Jecken noch ein ganzes Stück mitlaufen, um mit prall gefüllten Tüten nach Hause zu gehen. Das tun sie dann auch. Das Warten hat sich in jedem Fall gelohnt.
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