Vettweiß - Über 1700 Mädcher außer Rand und Band

Über 1700 Mädcher außer Rand und Band

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Uber sechs Stunden Party: 1700 bunt kostümierte Mädcher außer Rand und Band feiern mit Räubern (Bild), Höhnern, Brings & Co. Foto: Jörg Abels

Vettweiß. „Die Hölle von Vettweiß.” Bislang kannte sie Stefan Fischer nur von seinen schwärmenden Kollegen. Seit Dienstag weiß auch der Sänger der erstmals im großen Festzelt auftretenden „Filue”: „Es gibt sie wirklich.” Über 1700 jecke Mädcher, herrlich kostümiert, außer Rand und Band.

Und das war erst der Auftakt. Drei weitere ausverkaufte Sitzungen folgen noch. „Es gibt viele gute Damensitzungen, auch in Köln, aber keine ist vergleichbar mit Vettweiß”, strahlt Kurt Feller und schreibt bereits vor dem Auftritt fleißig Autogramme auf alles, was ihm die Mädcher so hinhalten.

Und der Keyboarder der „Räuber” weiß nun wahrlich, wovon er spricht: Seit 17 Jahren gehört die Gruppe zu den Stimmungskanonen im Karneval. Und seit 17 Jahren ist sie Stammgast in Vettweiß. „Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen”, freut sich Sänger Karl-Heinz Brand alljährlich auf die vielen bekannten Gesichter.

„Obwohl im Laufe der Jahre gewachsen, hat Vettweiß seinen dörflichen Charme behalten.” Nirgends ist der Kontakt zwischen Publikum und Künstlern so eng.

Kaum angekommen, kommen auch „Höhner”-Sänger Henning Krautmacher und seine Kollegen schon im Vorzelt nur schrittweise voran, derart groß sind die Autogrammwünsche. Und auf dem Weg zur Bühne stehen die Mädcher Spalier. „Das wird immer so bleiben”, will auch der neue KG-Vorsitzende Karl-Otto Rahmen von seitlichen Bühneneingängen, wie sie andernorts üblich sind, nichts wissen. In Vettweiß müssen die Künstler auf Tuchfühlung zum Publikum gehen, ob sie wollen oder nicht. Und die meisten genießen es sichtlich - bei 1700 feiernden Frauen nur allzu verständlich.

„Die Session hat gerade erst angefangen, aber hier ist schon eine Stimmung wie Weiberfastnacht”, freut sich auch Guido Cantz immer wieder auf seine Auftritte im südöstlichen Zipfel des Kreisgebiets, auch wenn Reden für die Damen wahrlich nicht alles sind. Sie wollen tanzen, schunkeln, feiern. Und dazu haben sie in Vettweiß stundenlang Gelegenheit. Alles was in Köln und Umgebung Rang und Namen hat, ist vertreten: Am Dienstag gaben sich nicht nur „Räuber”, „Höhner”, „Paveier”, „Colör” oder „Brings” das Mikrophon in die Hand, auch et Fussich Julchen, Renate Fuchs, die Flöckchen oder die Funky Marys durften nicht fehlen. Frauenherz, was willst Du mehr! Über sechs Stunden Party pur.

Sitzungspräsident Udo Kreitz kam mit Zugaben und Raketen kaum nach. Und nicht nur Filue-Sänger Thomas Fischer strahlte nach seinem Auftritt angesichts der von der ersten Sekunde an feiernden Weiberschar: „Es hat riesig Spaß gemacht”, hofft er darauf, dieses Gefühl nicht zum letzten Mal erlebt zu haben...
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