Aachen - Treue Strunx-Fans trotzen Schnee und Eis

Treue Strunx-Fans trotzen Schnee und Eis

Von: Heinrich Schauerte
Letzte Aktualisierung:
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Gut gelaunt trotz Kälte: Beim Kartenverkauf zur Strunx-Sitzung standen am Samstag wieder hunderte Menschen vor der Barockfabrik an, um die heißersehnten Karten zu bekommen. Foto: Herrmann

Aachen. Wer in die Kappertz-Hölle will, muss erst einmal viele Entbehrungen auf sich nehmen. In diesem Jahr hat Daisy sogar den Kampf gegen die weiße Hölle vor den Eintritt in die Strunx-Sitzung gesetzt. Was ganz und gar Unentwegte aber trotzdem nicht daran hinderte, schon morgens um kurz nach vier Uhr vor der Barockfabrik zu erscheinen.

Der Allererste war Malte, den um 4.15 Uhr allerdings das unbestimmte Gefühl beschlich, dass er sich im Tag geirrt haben könnte. Schließlich habe man früher um vier Uhr nur noch dreistellige Warteschlangen-Nummern bekommen.

Ein Anruf bei seiner Frau und die darauf folgende Internet-Recherche führten dann aber doch zu der Vermutung, dass der mangelnde Andrang vielleicht auch am Wetter liegen könnte. Dieses Gefühl verstärkte sich um etwa 5 Uhr, als Nummer zwei auftauchte. Nun konnte man zusammen überlegen, ob das Datum wirklich stimmt.

Keinen Zweifel konnte es über diese Frage mehr geben, als um 6 Uhr die erste Abgesandte des treuesten Strunx-Fanclubs aus Eilendorf erschien. Nun war es für Wirt Heinz auch höchste Zeit, das benachbarte Café Couler aufzumachen.

Er beobachtet die Entwicklung ja schon seit 16 Jahren und ist darüber weise geworden. Erste bedenkliche Signale sah er darin, dass man irgendwann - Öko hin oder her - Heizpilze aufstellen musste. Diesmal schickte man die Strunx-Willigen gar nach Hause, nachdem sie ihre Nummern bekommen hatten. Für ihn ein Umsatz-Einbruch.

Jedenfalls war lange vor Beginn des Kartenverkaufs um 14 Uhr der Platz vor der Barockfabrik fast zur Eisfläche plattgetreten. Es sah aus wie an einer Liftstation, nicht mal der Glühwein fehlte. Die letzte Strunx-Sitzung flimmerte über die Großleinwand, und zwei Herren sangen das strunxmäßig so bekannte und beliebte Leber-Lied. Aber in der Kälte tat es die Gitarre nicht, und überhaupt gedeihen Witze besser in der Höllenglut.

Die Herren Zins und Hammers präludierten schon mal das vermutliche Karnevals-Generalthema, den Nacktscanner.

Und dann geht alles ruckzuck. Schon nach zwanzig Minuten ist man bei der Nummer 160, um halb drei sind drei Sitzungen ausverkauft. Nach kaum einer Stunde sind alle 390 Nummern durch und sämtliche Karten weg. Jetzt bleibt allen, die Daisy zum Opfer gefallen sind, nur noch die Hoffnung auf Restkarten an der Abendkasse.
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