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Tausende Jecke lassen die Innenstadt auftauen

Von: unserem Mitarbeiter H. Rakiri
Letzte Aktualisierung:
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Ein Mann, eine Aufgabe - mehrere Doppelzentner Süßkram: Konzentriert und mit der Kraft eines Schaufelradbaggers schleuderte Prinz Peter VI. Naschwerk unters Volk. Foto: K. Melle

Düren. Ja, wieder einmal bestätigte sich die von den Altvorderen überlieferte Weisheit: Echten Jecken scheint die Sonne aus dem Herzen. Von so einem miesepetrigen Schneetreiben und Minustemperaturen ließ sich zumindest der harte Kern der Karnevalisten nicht verschrecken.

Zwar wird beim Orchideensonntagszug eine Menge Süßes geworfen, doch die 10.000 Zuschauer - so lautet die Schätzung der Polizei - waren nicht aus Zucker. Mit Prinz Peter VI. , Prinzessin Agnes I. und Kinderprinz Jannik I. feierten sie den Höhepunkt des Straßenkarnevals.

„Einfach unbeschreiblich schön”, ließ sich seine Tollität zu einer Bilanz hoch auf dem Prinzenwagen hinreißen. Mit einem dicken Schal gegen die Kälte geschützt, schleuderte Prinz Peter VI. wie ein Schaufelradbagger kraftvoll Kamelle, Chips, Waffeln und Plüschtiere unter das närrische Volk.

Immer wieder auf und nieder

Sehr zum Wohlgefallen der Untertanen. Für die Jecken hieß es fast drei Stunden lang: Immer wieder auf und nieder. Das füllte die mitgebrachten Plastikbehältnisse, das brachte Wärme in die erkalteten Gelenke. Wer den Drang zum Tanzen und Schunkeln verspürte, konnte sich auf die Musiker verlassen.

500 von diesen schlugen jecke Tön´ an. Weitere 2000 uniformierte und kostümierte Narren bereicherten das Geschehen auf ihre Art. Mal in der Gardeuniform mit Blumensträußchen, mal als Individualisten mit einem Kaltgetränk in der Hand, das von einem Großteil der jüngeren Zuschauer nicht hätte konsumiert werden dürfen. 22 Komitee- und Motivwagen rundeten das Bild ab. Der Zug präsentierte sich bunt - und erneut politisch neutral. Wer Motivwagen suchte, die aktuelle gesellschaftliche und politische Themen auf die Schippe nahmen, der fand Kamelle. Davon aber reichlich.
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