Stimmung vom alten Schlag

Von: has
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Ein Hit war das Duo „Knubbelefuzz und Schmalbedaach” beim 2. Karnevalistischen Konzert, die das Publikum mit musikalischen Alltagsgeschichten und poesievollen Liedern begeisterten Foto: Hannes Schmitz

Düren. Eine heitere, besinnliche Sessionseröffnung im ausverkauften Haus der Stadt, ein Karnevalsabend ohne Rummel und Trubel, aber mit Weckmännern: Das nahezu dreistündige Programm, zusammengestellt von der KG „Närrische Norddürener” und der Cappella Villa Duria, ist ein Ausflug in die Vergangenheit gewesen.

Karnevalslieder von einst erklangen, die für das meist ältere Publikum längst zu Evergreens geworden sind. Man sang mit und schunkelte, wenn das Sinfonische Blasorchester unter der Leitung von Renold Quade musikalische Erinnerungen an Willy Schneider weckte, der sich mit seinen Liedern von Rhein und Wein tief in das Gedächtnis der Karnevalsfreunde vom alten Schlag eingegraben hatte. Die beschwingte Stimmung setzte sich fort bei einem Willi-Ostermann-Potpourri mit Schlagern wie „Am Dom zo Kölle”, „Däm Schmitz sing Frau” oder dem „Villa Billa Walzer”. Zum Gelingen trug auch ein „Banker mit Karnevalskappe”, Dr. Herbert Schmidt, bei, der gekonnt durchs Programm führte.

Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt des gemischten Duos „Knubbelefuz und Schmalbedaach”. Es erinnerte mit seinem Auftritt an eine Zeit, als Karnevalslieder die Menschen noch ins Herz trafen, präsentierte Alltagsgeschichten musikalisch erzählt, sang Lieder, durchwebt von leiser, tiefsinniger und humorvoller Poesie. Das Duo traf die Töne und den Geschmack des Publikums.

Kreuzfidel ging es bei einer Chorprobe zu, die die Cappella Villa Duria bestritt. Da wurde Klassik zum Spaß beim „Abend im Gesangverein zu Bummelsdorf” mit Thomas Bonni, Reinhard Meyer, Jochen Abels, Wolfgang Tombeaux und Johannes Esser. Mitverantwortlicher künstlerischer Leiter des Abends im Jogginganzug und am Flügel: Karl Wollseifen.

Eine besondere Referenz erwiesen die Veranstalter den beiden „Narrenzunft”-Mitgliedern Karl-August Ploennes und Karl-Heinz Pakulat, die viele „Dürener Lieder” schrieben, die vom Sinfonischen Blasorchester zu einem Medley zusammengefasst wurden.

Der Abend gestaltete sich aber auch zu einem Spannungsbogen vom Humor zur Tragödie, als Herbert Schmidt an die Zerstörung Dürens im Zweiten Weltkrieg erinnerte.
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