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Schmuggler in Schmidt gehören dazu

Von: ale
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Schmidt. Durch sorgfältig geräumte Straßen bahnte sich der Karnevalszug am Samstag seinen Weg. Hunderte Jecken wollten ihn sehen, und die Beteiligung der Aktiven war sehr beachtlich: Neun Wagen und siebzehn Fußgruppen konnte man bewundern.

Ein hübsches Eselchen machte den Anfang, das einen Korb voller roter Rosen trug. Zwerge aus Harscheidt waren lustig anzusehen mit ihren Bärten und Zipfelmützen; in ihren Wägelchen verbargen sich lauter leckere Sachen. Der Musikverein Frohsinn spielte „Kölle Alaaf”, und neuerdings gibt es auch in Schmidt eine „Samba Scholl”. Da saßen drei vom Zuckerhut, schillernd bunt gekleidet, unterm roten Regenschirm und hatten Spaß. Grüne Kakteen verteilten ihren Saft, dann tauchten Schmuggler auf, verwegene Gestalten, die säckeweise Kaffee bei sich trugen und in ihren Taschen Likörchen versteckten.

Glücksbringer kamen aus dem Kindergarten Rappelkiste, Schornsteinfeger und rosa Schweinchen verbreiteten gute Laune. Artisten und bunte Clowns aus einem Zirkus zeigten tolle Nummern als Straßenkünstler. Rundliche Mohren verteilten Süßigkeiten, aus tausendundeiner Nacht waren sie direkt nach Schmidt gekommen in ihren herrlichen Kostümen mit Pluderhosen und Turban.

Dann wurde es richtig exotisch: „Hakuna Matata” lautete die geheimnisvolle Losung vom König der Löwen. Wundervoll geschminkt und in echt afrikanischem Outfit tanzten die Wilden durch die Straßen.

„Überall ist Karneval” - auch im Weltall, ließen die silbern glitzernde Außerirdischen wissen. Dann die Punks: Grell bunt und frech, überall gepierct, tobten sie durch den Ort und boten flüssigen Aufwärmer in allen Farben an! „Animoso” hieß eine fröhliche Trommlergruppe aus Heerlen, ihr Rhythmus wirkte ansteckend, und die Damen und Herren bekamen viel Applaus. Das Dreigestirn wurde umjubelt, Bauer Frank, Jungfrau Helmine, Prinz Andreas und Kinderprinz Leon wurden nicht müde, Kamelle und Berliner und Rosen zu verschenken. Getreu dem Motto „Karneval an der Mokka Cabana” hatten sich viele Freunde des Dreigestirns in karibisch frohe Farben gekleidet, verteilten Süßes vom Zuckerhut und Hochprozentiges vom Zuckerrohr!

Am Krückstock geht die Erste Mannschaft demnächst. Wenn sie Alte Herren sind, lassen sie sich im Rollstuhl fahren, das deuteten sie jetzt schon an mit ihren wenig sportlichen Klamotten. Hochstimmung herrschte nach Auflösung des Zuges in allen Gaststätten, wo noch stundenlang getanzt und gefeiert wurde.
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