Aachen - Schilder, Sperren und Parkverbote für die Karnevalszüge

Schilder, Sperren und Parkverbote für die Karnevalszüge

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Sperrmaterial für die Karnevalszüge: Martin Wierig stellt Verkehrsschilder und Absperrgitter bereit. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Aachener Stadtbetriebs gibt es bei der Vorbereitung auf die tollen Tage einiges zu tun, damit alles funktioniert. Foto: Stadt Aachen/Elisa Bresser
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Pläne und Listen: Axel Blees und Gerd Ganser (v.l.) planen im Aachener Stadtbetrieb die Absicherung der Straßen für die Karnevalszüge in Aachen. Die Arbeiten beginnen bereits im November und laufen „nebenbei“.

Aachen. Die Pläne sehen auf den ersten Blick recht unspektakulär aus: zwei DIN-A 3 Seiten als Stadtplanauszug mit Zugstrecken und vielen Punkten. Dazu eine sechsseitige Tabelle mit zahlreichen Abkürzungen, Zahlen und Verkehrszeichennummern. Doch ohne diese Übersichten würde an Tulpensonntag und Rosenmontag nichts gehen. Und das wörtlich.

Denn diese Pläne beschreiben detailliert, wo in Aachen wann welche Absperrgitter, Halteverbotszeichen und Standfüße aufgestellt werden müssen, damit die Karnevalsumzüge stattfinden können. Axel Blees und Gerd Ganser wachen über diese Absperr- und Gitterstandortliste. Sie sind im Bereich Straßenunterhaltung und Brückenbau des Aachener Stadtbetriebes tätig und allein Gerd Ganser ist schon seit 24 Jahren im „Karnevalsplanungsgeschäft“.

Wenn im November die Karnevalssession wieder beginnt, ist das auch der Startschuss für die ersten Planungsgespräche beim Stadtbetrieb. In enger Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern der Straßenverkehrsbehörde, des Ordnungsamtes, der Aseag, Sicherheitsfirmen, Feuerwehr, Polizei und des Veranstalters, dem Ausschuss Aachener Karneval (AAK), werden die ersten Schritte für die beiden großen Karnevalsumzüge der Stadt besprochen.

Großveranstaltungen wie diese bedeuten viel Planung und Organisation für das gesamte Team des Bereichs Straßenunterhaltung und Brückenbau. Vieles läuft im Hintergrund und stets im Einklang mit dem Tagesgeschäft. „Das zusammenzubringen, ist eine Herausforderung“, sagt Ganser. „Aber wir haben viele Kolleginnen und Kollegen, die gerade in der praktischen Umsetzung viel leisten“, fügt Axel Blees hinzu. Was jedoch nicht bedeutet, dass die Planung immer gleich ist.

Jedes Jahr Besonderheiten

Weil in diesem Jahr beispielsweise die Straße Gasborn zwischen Promenadenstraße und Peterstraße wegen Kanal- und Straßenbauarbeiten gesperrt ist, muss eine Ausweichstrecke eingerichtet werden. „Deshalb müssen zwei Absperrstellen in der Heinrichsallee im Bereich der Verbindungsstraße zur Stiftstraße umgestellt werden“, erklärt Ganser. „Und zwar so, dass der Verkehr im Bereich der Ausfahrt vom Parkhaus Aquis Plaza eine Spitzkehre fahren kann, um über die Heinrichsallee zum Hansemannplatz zu kommen.“ Besonderheiten wie diese gibt es in jedem Jahr.

Neben der Verkehrsplanung kümmert sich das Team im Stadtbetrieb auch darum, dass die zahlreichen temporären Halteverbotsschilder aufgestellt werden. Begonnen wurde damit bereits am 1. Februar in der Oppenhoffallee. Eine folgende Kontrollfahrt haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenfalls absolviert, „um zu sehen, ob auch kein Schild vergessen wurde“, erklärt Blees.

Rechtlich gesehen wäre es ausreichend, die Schilder 72 Stunden vor Inkrafttreten des Verbotes aufzustellen. „Doch wir wollen auf der sicheren Seite sein und die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig informieren.“

Rund 100 Schilder werden in dieser Zeit verteilt, hinzu kommen 176 rot-weiße Gitter sowie rund 120 Metallgitter. Sie stehen beispielsweise auf dem Markt und an der Großkölnstraße. Dieses Material wird eine Woche vor dem Kinderzug auf dem Gelände des Stadtbetriebs von Patrick Muyrers, Ralph Uebernickel, Axel Stärk und Martin Wierig vorbereitet, bevor es an 95 Standorten im Stadtgebiet abgestellt wird.

Später wird es von Helfern des Veranstalters an die entsprechenden Stellen gebracht. „Am Sonntag- und Montagmorgen stellen wir schließlich an den neuralgischen Kreuzungen Hansemannplatz und Normaluhr unsere Warnanhänger auf“, zählt Gerd Ganser weiter auf.

Im Laufe der Jahre haben sich einige Veränderungen in der Planung ergeben. Etwa die Umlegung der Zugaufstellung am Rosenmontag von der Oppenhoffallee auf den Adalbertsteinweg. So konnten die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Parksituation an der Oppenhoffallee etwas entlastet werden. Auch die Umlegung der Zugstrecke, die ehemals am Büchel vorbeiging und nun über die Großkölnstraße führt, geht auf die Beteiligung des Teams im Stadtbetrieb zurück.

Der mittlerweile zuschauerfreie Bereich ist weiterhin eine Herausforderung wegen des Straßenbelags. „Darum stehen zwischen der Minoriten- und der Mostardstraße Helfer, die den Fahrzeugen sagen, wenn der Weg wieder frei ist. Und für den Notfall haben wir noch einen Traktor vor Ort, der die Wagen hochziehen kann.“ Geprüft wird morgens, bevor sich der Karnevalszug in Bewegung setzt, auch die Griffigkeit des Belags wegen der Pferde. „Ist dies nicht gegeben, werden sie über die Kleinkölnstraße geführt und später wieder eingereiht“, erläutert Ganser.

Viele Helfer im Einsatz

Die jüngste Veränderung kam im vergangenen Jahr. Wegen der erhöhten Terrorgefahr wurden erstmals Lkw-Sperren aufgebaut. An 19 neuralgischen Stellen wie Normaluhr, Kaiserplatz und Alexianergraben wurden Blockadefahrzeuge postiert, darunter auch einige des Stadtbetriebes. In diesem Jahr werden mit Unterstützung der Stawag sechs bis sieben solcher Sperrstellen errichtet.

Nun, wenige Tage vor den Karnevalszügen, sind die Planungen weitestgehend abgeschlossen. Axel Blees und Gerd Ganser sind zufrieden. Sonntag und Montag sind sie mit vielen weiteren Kolleginnen und Kollegen im Einsatz – und sie freuen sich darauf. Wenn am Dienstag dann das Alltagsgeschäft wieder läuft, verschwindet der Verkehrszeichenplan in einem der zahlreichen Ordnern im Schrank. Bis November, wenn im Stadtbetrieb die planerische Karnevalssaison wieder beginnt.

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