Prinzengarde startet mit Schwung in die nächsten 100 Jahre

Von: Jan Mönch
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100 Jahre und kein bisschen leise: Am Samstag läuteten Tanzpaar Jennifer Deerberg und Elmar Bosold die erste Sitzung der Prinzengarde nach dem Jubiläumsjahr ein. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Ob Markus Bongers ernsthafte Zweifel an der Standfestigkeit seiner Prinzengarde hatte? Wohl kaum. Dennoch kam der Kommandant nicht umhin, zum Einstieg in die erste Sitzung nach dem Jubiläumsjahr festzustellen: „100 Jahre konnten ihnen nichts anhaben. Sie sehen so gut aus wie eh und je.”

Ein Kompliment, das nicht nur auf Tanzpaar Jennifer Deerberg und Elmar Bosold zutraf. Für den ersten Gastbeitrag sorgten im Anschluss an den ersten tänzerischen Farbtupfer des Abends die Jonge vajjen Beverau. „Wir wollen Sie heute ein kleines bisschen in Karnevalsstimmung versetzen”, ließ Heinz Kloeser das Eurogress wissen. Und wie man die Jonge kennt, gab es ein kleines bisschen mehr als nur ein kleines bisschen Karnevalsstimmung.

Im Hinterkopf hatte mancher Zuschauer, dass die violette Truppe für die kommende Session ihre Auflösung angekündigt hat. Und mancher dachte wohl: Männer, nehmt euch ein Beispiel an der Prinzengarde: macht 100 draus! Denn wer die Rolle des Anheizers so meistert, ist zum Aufhören eigentlich noch zu jung.

Die jecken Reiter hatten im Anschluss auf eine Mischung aus altbewährten Größen und jungen Wilden gesetzt. In die erste Kategorie fielen etwa Josef, Jupp und Jüppchen, die schon wegen der Verletzungspause in der vergangenen Session nicht ohne Zugabe von der Bühne durften. Auf „persönlichen Wunsch” von Markus Bongers griffen auch Gitta Haller, Jupp Ebert und Ägid Lennartz im Dreierpack zum Mikrofon.

Auftritt und Wirkung der 4 Amigos müssen nur der Vollständigkeit halber Erwähnung finden. Zu toppen ist der Vierer um Uwe Brandt schon lange nicht mehr. Und damit nicht genug: Mancher hatte fast den Eindruck, dass die Amigos sich noch immer von Jahr zu Jahr steigern. Wer danach auf die Bühne will, der muss schon ein Prinz sein - so wie Alwin I. (Fiebus), der gemeinsam mit seinem Hofstaat noch einmal alles aus dem Publikum rausholte.

Weniger regelmäßig als die Genannten laufen De Boore sowie Bauchredner Fred van Halen im Eurogress auf. Erstere wurden trotz gravierender Probleme mit der Tontechnik mit dem Publikum warm, letzterer kam vor allem dank seines vorlauten Federviehs Aky gut an. Besonders hervorheben muss man jedoch die KG Horbacher Freunde. „Wir haben alles mitgebracht, was in und um Horbach laufen kann”, stellte Präsident Wilfried Gottschalk mit Seitenblick auf sein mehr als 100-köpfiges, durch den Instrumentalverein Richterich verstärktes Gefolge nicht ohne Stolz fest.

Und vor allen Dingen: alles, was tanzen kann. Tanzpaar Inga Dahlen und Sonny Königstein, die Friends of Fantasy. Was die erst 1998 gegründeten Horbacher in Zeiten von karnevalistischen Nachwuchssorgen auf die Beine stellen, ist erstens bemerkens- und zweitens nachahmenswert. „Horbach mag klein sein, aber ihr präsentiert euch riesengroß”, fiel zutreffenderweise der Kommentar von Markus Bongers aus. Zu Bongers und seinen Reitern bleibt im Jahr eins nach dem Jubiläum festzuhalten: Auch die nächsten 100 Jahre werden der Prinzengarde nichts anhaben können.
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