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Piraten wollen Ferdis Stadtkasse füllen

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:
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Vorsicht eisgekühlte Larven: Im Raupenkostüm machten die Pfadfinder die eigens geräumten Büsbacher Straßen unsicher. Foto: T. Dörflinger

Stolberg-Büsbach. Regelrecht blankgeputzt waren Büsbachs Straßen, als sich am Sonntagnachmittag der traditionelle Kinderzug in Bewegung setzte. Wo zwei Stunden zuvor noch eine dichte, festgefahrene Schneedecke den Asphalt bedeckt hatte, glänzten jetzt Wasserpfützen.

Den Schnee zur Seite geschoben und Auftaumittel eingesetzt hatten Mitarbeiter der Firmen Kutsch und Haas, die auch nach Zugende dafür sorgten, dass Büsbachs Straßen sauber blieben.

Dass sich dieser Einsatz lohnte, stellte der Umzug unter Beweis, der von einer beachtlichen Länge sowie vom Ideenreichtum und der Farbenprächtigkeit der vielen Fußgruppen geprägt war. So zog die 50-köpfige Gruppe der Priesterländer als Piraten über die blankgeputzten Straßen. Piraten, die sich auf Beutezug befanden, „damit Ferdis chronisch leere Stadtkasse endlich einmal wieder aufgefüllt werden kann”. Allein vier Fußgruppen stellten die Pfadfinder. Neben der Gruppe, die bereits am Vortage als orientalische Märchendarsteller ihren Einstand gegeben hatten, konnten verdächtig schnelle Schildkröten, grimmige Wikinger und gefräßige Raupen bewundert werden. Mit Kind und Kegel waren Büsbachs Fußballer unterwegs. Sie stellten warm eingepackt, wandelnde Fußbälle dar.

Eine riesige Gruppe war auch aus dem benachbarten Dorff nach Büsbach gereist. Die von der Farbe Grün beherrschte Truppe zog als Froschkönige durch die Land und hatte sich den dazu gehörenden Brunnen gleich umgehängt. Sonne und Wärme versprachen die „Hubääte vom Sender”. Die Donnerberger hatten sich als Sonnenblumen verkleidet. Seine Pferde gleich mitgebracht hatte der auf dem Hassenberg beheimatete Reitstall Flaam - allerdings nur Rösser aus Kunststoff, um die Reiter zu schonen nach der runden Geburtstagsparty von Marianne Flaam am Vortag.

Mit reichlich Farbe hatten die Kleinen von der Kindertagesstätte Liester ihre Kostüme bekleckst. Die kleinen Maler wurden von ihren Müttern und ihren Erzieherinnen begleitet. Hauptperson war natürlich Prinzessin Julia I. (Reiß). Denn ihr zu Ehren fand der Umzug schließlich statt. Sie thronte warm eingepackt und durch ein Regencape gegen den leichten Schneefall geschützt, hoch oben auf ihrem rollenden Unterstand und schaufelte unablässig Wurfmaterial in die jubelnde Menge.

Überhaupt hatten sich die Büsbacher von den eisigen Temperaturen und dem Dauerschnee nicht abschrecken lassen. Sie säumten bunt kostümiert und schunkelnd den in Richtung Markt führenden Zugweg. Doch Julia war nicht die einzige Tollität im Zug. Denn die „Balkanesen” vom Breinigerberger fuhren ihren Kinderprinz JannikI. (Motter) spazieren. Frei genommen hatte sich hingegen Stadtprinz Michael I. (Bartz), der mit seinem Hofstaat das närrische Treiben verfolgte.

Damit auch die Musik nicht zu kurz kam, hatten die Organisatoren von der KG Büsbach mit den Donnerberger Trompetenbläsern und dem Breiniger Trommler- und Pfeiferkorps zwei Musikkapellen aufgeboten. Die KG Büsbach, die sich das dicke Ende des Umzuges vorbehalten hatte, war nicht allein unterwegs. Ihr zu Seite standen traditionell die KG Mönsterböscher Jonge, die KG Teuflische Jecke und die KG Mölle.
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