Deiters

Pfarrer Stefan Kaiser geht gleich in die Bütt

Von: kkli
Letzte Aktualisierung:
k-was-ors-frau-bu
Mit jeweils 200 Kilogramm Lebendgewicht bieten die Damen eine preisverdächtige Kostümnummer zum Thema „Luftballons”. Foto: Karin Klimmeck

Wassenberg-Orsbeck. Seit rund 40 Jahren eröffnen die Frauen der Frauengemeinschaft im Rurdorf den Karneval mit ihren legendären Sitzungen in der „Post”.

Der Generationenwechsel von den hochkarätigen zwei „Marias” mit Pfarrer Alfred Gehlen ist den Frauen der mittleren und jetzt jüngeren Generation gelungen. Mit ihrer Vorsitzenden und Sitzungsleiterin Brigitte Kordetzki verfügen sie über einen „Sitzungsmotor”, der seinesgleichen sucht.

Diesmal gab es einen spannenden „Wechsel” auf der Kanzel und auf dem Bühnchen in der „Post” nach der Versetzung von Pfarrer Heinz Portz nach Langerwehe. Seine Büttenreden waren stets „die halbe Sitzung” wert. Sein Nachfolger, Propst Stefan Kaiser, gerade erst vier Wochen im Amt, war „die” Überraschung des tollen Nachmittags: Er ging in die Bütt (es war ein Stuhl).

Das Thema war dem Habit angemessen: „Die Wallfahrt”, ein besonders beliebtes Thema südlich von Kevelaer, reichlich begleitet von vielen „Tässchen Kaffee” und abschließendem Rheinwein mit entsprechenden Gleichgewichtsfolgen. Es war wirklich lustig. Pastor Kaiser kam gut an „im Dorf” und bei den karnevalsverwöhnten Frauen!

Die ließen sich aber auch nicht lumpen. Das Reservoir an begabten Humoristinnen ist nach wie vor groß. Ihre Einfälle sind auch in dieser Session auf der Höhe und kein bisschen langweilig oder abgedroschen. Mit „Play back”, vergnüglich dargeboten, eröffneten Iris Jansen und Elli Duda - seit Jahren ein geübtes Duo - den lustigen Reigen. Richtig schön tratschten Pia Tils und Sophie Heinen.

In „Babanaphone” tanzten Sylvia Kofferath, Ellen Gerichhausen, Iris Jansen, Dore Pfeil und Elli Duda rhythmisch genau und flott kostümiert. Fast fernsehreif war das „Fliegerlied” von Rita von der Ruhren und Heike Dorka. Ein großartiger Höhepunkt war der Insiderwitz „Ich weiß et net” von Elli Duda, Brigitte Kordetzki, Andrea Tils, Liane Dicken, Dore Pfeil und Steffi Heuters.

Einen Einblick auf richtige „Abzockmethoden” gab das Duo Gerighausen/Schaffrath mit dem modischen Toilettengang. Ein großer Höhepunkt war der Tanz der „Luftballons”. Trude Schemion, Fine Heinen, Elke Jurasch, Andrea Tils und Sylvia Kofferath brachten jeweils mit 200 Kilogamm Lebendgewicht eine Kostüm-Nummer, die preisverdächtig war. Iris Jansen und Elli Duda waren nur kurze Zeit „Feuerwehrfrauen”. Sie wollten doch lieber Hausfrauen bleiben.

Der Tanz „Schwarzlicht” in Großbesetzung war eine technische Meisterleistung. Und dann kam Brigitte Kordetzki als „Dickes Model” in Größe 46/48. Sie garnierte ihren schicken Auftritt noch mit Gesangseinlagen á la Mireille Mathieu. Das Lied „Hutsong” von fünf Damen passte genau in die Reihe.

Mit dem Sketch „La Rabiata” zeigten Sylvia Kofferath, Elke Jurasch, Ellen Gerighausen und Dore Pfeil noch einmal, welche begabten Spaßmacherinnen sie sind. Mit der Rede „Zwei Mädchen” - das waren Andrea Tils und Fine Heinen - und dem rassig getanzten „Mambo Nr. 5” endete die tolle Sitzung, die zweimal geboten wurde.

Der Erlös des Kaffeetrinkens am Nachmittag zuvor ging an die ökumenische Tschernobylhilfe in Minsk/Weißrussland.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert