Penn serviert im Eurogress karnevalistische Leckerbissen

Von: Robert Esser
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Gewaltige Kulisse: Die Oecher Penn begeisterte auf ihrer Sitzung 1400 Narren mit einem mitreißenden Programm. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Was für eine imposante Kulisse! 1400 Zuschauer - die meisten in festlicher Abendrobe oder schwarzem Anzug - haben am Samstagabend eine herausragende Sitzung der Oecher Penn im ausverkauften Eurogress beklatscht.

Bis zum letzten Tusch gegen 0.30 Uhr feierte die stolze Stadtgarde von 1857 - unter der souveränen Leitung von Kommandant Jürgen Brammertz - ein viereinhalbstündiges närrisches Programm, das bei den Narren bestens ankam.

Witziges Comeback

Josef, Jupp und Jüppchen, die in der vergangenen Session krankheitsbedingt aussetzen mussten, gelang zum 25-jährigen Bühnenjubiläum ein fulminantes Comeback. Besonders der herrlich schnoddrige Hubert Crott kitzelte die Zwerchfelle unablässig mit Buchstabendrehern à la „Insolvenz statt Inkontinenz”.

„Blom un Blömcher” - bekannt durch ihren Hit „Scheiss ejal, ob de Hohn bes oder Hahn” - reisten aus Köln mit musikalischen Parodien rund um den Hühnerstall an. Frontmann Johannes Blum schlüpfte in Klamotten und Perücken von Stars wie Lena Meyer-Landrut, Mireille Mathieu und Wolfgang Niedecken. Seine kölsche Paul-Potts-Nummer gelang allerdings nicht annähernd so stimmgewaltig wie die Öcher Version, mit der Ren Brandt von den 4 Amigos bereits 2010 Standing Ovations sammelte. Ausdrucksstark, sehr synchron und mit kreativer Klasse wirbelten die acht Tänzerinnen des Birgit-Müller-Balletts unermüdlich über die Bühne. Genauso wie die Tanzpaare: Marketenderin Nadine Staerk und Tanzoffizier Frank Radermacher der Penn sowie Tanzmariechen Jennifer Deerberg und Elmar Bosold von der Prinzengarde. Zwei tolle Auftritte, die vor dem aufwändigen Bühnenbild mit riesigen Öcher Fassaden, einer glitzernden Skyline und hunderten Gardisten grandios in Szene gesetzt wurden!

Bauchredner Fred von Halen amüsierte mit seinem komischen Vogel, und das Publikum flog auf die Lieder der Erkelenzer Formation „Hätzblatt” und der Brander „Spitzbouve”. Ans Herz ging auch der Auftritt von Prinz Alwin I. (Fiebus) und seinem Hofstaat. Penn-Offizier Michael Cosler widmete dem Narrenherrscher ein melancholisches Liebeslied. Der bedankte sich mit mehr als einem Dutzend Stimmungssongs, die Prinz, Hofstaat und Publikum gemeinsam bis weit nach Mitternacht sangen. Beste Voraussetzungen für die Party im Foyer, die auf der Tanzfläche mit der grandiosen Coverband „Night in Paris” bis zum frühen Morgen dauerte.

Für viele Gäste dürfte der Samstagabend aber nur der perfekte Auftakt für weitere Höhepunkte der Penn-Session sein: Am 20. Februar lockt die 145 Mann starke Truppe zum Hausball in den Goldenen Schwan, am 22. und 23. Februar gehen die Seniorensitzungen im Eurogress über die Bühne. Fettdonnerstag, 3. März, beginnt die Marktsitzung um 11 Uhr, danach (wie am 4. März) die Party im Penn-Zelt auf dem Katschhof und am Karnevalssamstag, 5. März, der große Kostümball - wiederum im Eurogress. Da dürften dann über 2500 Närrinnen und Narren dabei sein - klasse!
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