Oecher Penn trumpft ganz groß auf

Von: André Schäfer
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Jecker Spaß im Eurogress: Die
Jecker Spaß im Eurogress: Die Oecher Penn sorgte mit vielen illustren Gästen für ein Karnevalsfest erster Foto: Andreas Steindl

Aachen. Ein „gut portioniertes Abendmenü” hatte Jürgen Brammertz zu Beginn angekündigt. „Wir hoffen, dass es Ihnen schmeckt”, sagte der Kommandant und Moderator der Stadtgarde der „Oecher Penn”, der damit keineswegs zu viel versprach.

Die „Große Penn-Sitzung” im Eurogress begeisterte am Wochenende die Massen und war ein wahrer Gaumenschmaus für die Oecher Fastelovvend-Feinschmecker unter den gut 1400 Gästen der Penn-Familie.

Mit einem „Festival der Liebe” eröffnete die Stadtgarde des ältesten und größten Aachener Karnevalsvereins das närrische Treiben zu den Füßen des Marschiertors, das natürlich auch in diesem Jahr der Blickpunkt des überzeugenden Bühnenbildes war. Schnell war das Eis unter den Jecken gebrochen, spätestens als „De Boore” aus Köln mit ihrem Riesenhit „Rut sin de Ruse” den ganzen Saal zum Schunkeln brachten.

Der „Hausmeister” eckt an

Auch wenn Kabarettist Winfried Ketzer aus Düsseldorf in der Rolle des „Hausmeister von nebenan” mit den derzeitigen sportlichen Erfolgen seines Heimatvereins Fortuna Düsseldorf oder mit seinem zwischenzeitlichen Narrenruf „Helau” nicht bei allen auf Gegenliebe stieß, tat das der hervorragenden Stimmung keinen Abbruch. Mit dem feierlichen Auftritt der Prinzengarde, deren Tanzpaar Jennifer Deerberg und Elmar Bosold derzeit auf Abschiedstour ist, folgte das erste große Highlight der gut vierstündigen Sitzung. Prinz Rainer I. präsentierte seine Hits „Ahoi mit 18” und „Sabazio”, und zog sich dabei die Narrenkappe der Oecher Penn über. Die Stadtgarde symbolisierte damit seine künftige Aufnahme im Verein, die der Prinz kürzlich beantragt hatte.

Einen rundum gelungenen Auftritt absolvierte auch in diesem Jahr „Et Zweijestirn” aus Erkelenz, das mit seinem parodistischen Gesang das „Kinderkabinett der FDP”, die derzeitigen Dschungelbesucher in Australien - die „eine Schande für den Regenwald seien” - oder die Rating-Agenturen aufs Korn nahmen. Als dann auch noch das Tanzkorps „Colonia Rut Wiess” der KG Schlenderhaner Lumpe eine tänzerische Leistung der Extraklasse bot, stand der Saal Kopf.

Für die Zielgerade der großen Penn-Sitzung hatten die Verantwortlichen so etwas wie die Klassiker der Aachener Karnevalsunterhaltung ausgewählt. Jürgen Becker gelang es erneut, die ausgelassene Stimmung nochmals auf ein Maximum anzuheben, während die „4 Amigos” nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen durften.

Die Uhr tickte schon Richtung Mitternacht, da folgte doch noch eine Art Premiere im Rahmen des Oecher-Penn-Fastelovvend: Denn niemand Geringeres als der Reiter-Korps „Jan von Werth” war nach ganzen 19 Jahren erstmals wieder in Aachen zu Gast. Als Dankeschön für die Einladung hatte der Kölner Verein gleich spontan den „Lennet Kann” angestimmt, nicht nur bei den Gästen trafen sie dabei genau in Schwarze. „Es wird nicht wieder 19 Jahre dauern, bis wir euch hier begrüßen werden”, versicherte ein sichtlich begeisterter Brammertz zum Ende der Sitzung. Vielleicht ist „Jan von Werth” ja schon im nächsten Jahr wieder im Eurogress dabei. Die Vorfreude auf die Oecher Penn-Sitzung 2013 ist nach diesem Abend zumindest schon geweckt.
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