Öcher Karnevals Kulturpreis: Wichtiger Baustein der Brauchtumspflege

Von: Gerd Simons
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Sieger der Premiere: von links
Sieger der Premiere: von links Oliver Jentschke und René Herget (Öcher fiere met Oecher Kenger), Initiator Harry Ebert, Josef Baumsteiger (Preisträger), Wolfgang Rademacher (Akika, Preisträger) Foto: Andreas Steindl

Aachen. Rund 20 kleine und großen Tollitäten aus Aachen und der Städteregion, Honoratioren und Vereinsvertreter aus dem Öcher Fastelovvend, sowie hochkarätige Persönlichkeiten aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und den Medien waren im Mercure Hotel Augenzeugen bei der Geburtsstunde des Öcher Karnevals Kulturpreises (ÖKK), der in diesem Jahr erstmals verliehen wurde.

Preisträger des mit jeweils 2222 Euro dotierten ÖKK sind der Arbeitskreis Aachener Kinderkarneval (Akika), die Privatinitiative „Öcher fiere met Öcher Kenger” und die Aachener Karnevalsikone „Jupp” Baumsteiger”, der seinen Preis zu gleichen Teilen an die KG Horbacher Freunde, KG Schwarz-Blaue Funken und an das KK Närrische Garde weitergeben wird.

„Wer mich kennt, weiß das ich nicht schnell sprachlos bin, aber das der Arbeitskreis Aachener Kinderkarneval zu den Preisträgern gehört, macht mich sehr glücklich”, fehlten dem Akika-Leiter Wolfgang Radermacher fast die Worte.

„Wir werden die 2222 Euro in den Kinderkarnevalszug stecken, damit diese Tradition und dieses Brauchtum auch künftig Bestand hat”, sagte Radermacher sichtlich gerührt. Der Kinderkarnevalsumzug sei sehr finanzintensiv und jeder warme Geldsegen würde weiter helfen.

Freuen konnten sich auch Oliver Jentschke und René Herget, die vor zwei Jahren die Privatinitiative „Öcher fiere met Öcher Kenger” ins Leben gerufen haben. Gemeinsam ermöglichen sie Kindern, die in Kinderheimen aufwachsen und leben müssen, die Teilnahme an den Umzügen am Tulpensonntag und Rosenmontag.

„Wir rüsten jedes Jahr, unterstützt von Sponsoren und Gönnern, einen Karnevalswagen um und geben den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, die Herrlichkeit des Aachener Karnevals aus anderer Perspektive kennenzulernen”, erläuterte Oliver Jentschke die Idee.

„Neben dem Wagen, der von den Kindern und Jugendlichen mitgestaltet wird, besorgen wir Wurfmaterial und haben viel Spaß und gute Laune”, fügt René Herget zu, der es noch nicht fassen kann, dass ihre Idee mit dem ÖKK belohnt wird.

Mit dem Kulturpreis rennt Initiator Harry Ebert wohl offene Türen ein. „Ich habe im Laufe des vergangenen Jahres immer mal locker über einen solchen Preis nachgedacht, weil ich als Kenner des Aachener Karnevals weiß, dass bei den meisten Karnevalsvereinen aus finanzieller Sicht Schmalhans Küchenmeister ist”, erinnert sich Harry Ebert.

Intensiver wurden seine Überlegungen im Dezember 2011, so dass er mit der Prinzenproklamationen 2012 sich selbst den Startschuss gab. „Innerhalb von kurzer Zeit hatte ich eine hochkarätig besetzte 22-köpfige Jury mit Vertretern aus Politik, Karneval, Wirtschaft und den Medien zusammen.

Ich bin mit einem Grundstock von 1111 Euro aus meiner Tasche angetreten und habe im Laufe weniger Wochen Gönner und Unterstützer gefunden, die die Gesamtspendensumme um jeweils 111,11 erhöht haben. In der Endabrechnung waren dann 6666 Euro im Topf”, blickte Ebert zurück.

Zu den Jurymitgliedern, die aus 34 schriftlichen Vorschlägen die ÖKK-Preisträger 2012 ermittelt hatten, gehört auch Prof. Bernd Mathieu, Chefredakteur der AZ. „Ich unterstützte diese Auszeichnung gerne, weil ich den ÖKK für ein tolles Generationsübergreifendes Element halte und die Karnevalisten sowieso gute Sozialarbeiter sind”, begründete er sein Engagement.

Unsere Auswahl der Preisträger ist gut gelungen. In zwei Fällen wird konkrete Förderung des närrischen Nachwuchses betrieben und Josef Baumsteiger ist eine nimmermüde Institution im Aachener Karneval. Eine bessere Auswahl hätten wir nicht treffen können.”

Für Wilm Lürken, Präsident des Ausschuss Aachener Karneval, ist der Öcher Karnevals Kulturpreis eine gute Idee: „Das Aachener Brauchtum braucht Menschen, die solche Idee haben und diese auch umsetzt. Schade, dass wir vom AAK die Idee nicht hatten und Harry Ebert sie für uns umsetzten konnte. Aber vielleicht kommen wir noch zusammen, weil der AAK vieles unterstützt, was zum Wohle des Brauchtums Karneval ist.”
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