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Narrenchef Hohn überzeugt NRW-Koalition

Von: Jörg Abels
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Setzt sich dafür ein, dass der Landtag die karnevalistische Brauchtumspflege anerkennt: Rolf-Peter Hohn. Foto: ja

Kreis Düren. „Das Schützenbrauchtum verdient unsere Anerkennung und Unterstützung.” Als der Düsseldorfer Landtag Mitte November 2008 einen entsprechenden Antrag von CDU und FDP verabschiedete, horchte Rolf-Peter Hohn auf.

Der Präsident des Regionalverbands Düren (RvD) im Bund Deutscher Karneval (BDK) sah die Arbeit der vielen tausend Karnevalisten im Land nicht gebührend gewürdigt.

Allein der RvD zählt in seinen 144 Vereinen zwischen Jülich und Schleiden über 20000 organisierte Mitglieder, Tendenz steigend. „Karneval ist rheinisches Kulturgut mit langer Tradition, eingebunden in den kirchlichen Kulturkreis”, sensibilisierte Hohn den Kreuzauer Rolf Seel (CDU, MdL), die bereits von der SPD-Opposition um die Dürenerin Liesel Koschorreck im Landtag kritisierte Verengung der Brauchtumspflege auf das Schützenwesen noch einmal zu überdenken.

Zumindest in puncto Karneval wird dieses Missverständnis jetzt ausgeräumt. „CDU und FDP haben unsere konstruktiven Beiträge aufgegriffen und werden am 11. Februar einen Antrag zur Würdigung und Anerkennung der karnevalistischen Brauchtumspflege in den Landtag einbringen”, freut sich Hohn, der bei seiner Überzeugungsarbeit vom BDK-Präsidenten Volker Wagner unterstützt wurde.

„Der Landtag würdigt das ehrenamtliche und gesamtgesellschaftliche kulturelle und soziale Engagement der zahlreichen Karnevalisten und Karnevalsvereine in NRW”, heißt es in dem Antrag, der auch die integrativen Potenziale des Karnevals anerkannt. Sie sollen in Zukunft vom Landtag nach Kräften gefördert werden.

Auch wenn die Unterstützung vor allem ideeller Natur ist und jährlich auf Vorschlag der 17 Regionalverbände in NRW Einzelpersonen und Vereine für herausragende ehrenamtliche Leistungen durch die Landtagspräsidentin geehrt werden sollen, ist Rolf-Peter Hohn zufrieden: „Ich freue mich, dass dem Karneval künftig mehr Beachtung und Aufmerksamkeit durch die Landespolitik zuteil wird.” Allerdings ist das für Dürens obersten Karnevalisten nur konsequent, ist der Karneval doch seit Jahren als gemeinnützig und Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. „Die Arbeit unserer Vereine beschränkt sich längst nicht mehr nur auf die fünfte Jahreszeit”, verweist der RvD-Präsident beispielsweise auf die ganzjährige Jugendarbeit. „Auch die Organisation der vielen Veranstaltungen gelingt nicht auf den letzten Drücker.”
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