Vettweiß - Närrische Paradies in der „Hölle von Vettweiß”

Närrische Paradies in der „Hölle von Vettweiß”

Von: kin
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Feierten eine rauschende Karnevalsparty in Vettweiß: Petra Schönenberger, Michaela Hürtgen und Christina Funken (von links). Foto: Sandra Kinkel

Vettweiß. „Das ist für mich hier keine Hölle, das ist für mich das absolute Paradies.” Petra Schumacher lacht über das ganze Gesicht. Es ist Dienstag Nachmittag, kurz nach 15 Uhr. Und schon jetzt tobt im Vettweißer Karnevalszelt der Bär.

„Mädchen, ihr seid einfach super”, ruft Charly Brand, Sänger der Kölner Kult-Band „De Räuber” von der Bühne, und spätestens jetzt sind die 1700 bunt kostümierten Frauen außer Rand und Band. Viele stehen auf Tischen und Stühlen, viele haben sich dicht vor die Bühne gestellt. Und schunkeln, singen und tanzen, dass der Holzboden bebt. Die Stimmung ist toll.

Kein Wunder eigentlich, denn das Sitzungsprogramm der „Hölle von Vettweiß” liest sich fast wie das „Who is Who” des Kölner Karnevals. Neben den Räubern ist Guido Cantz („Ein Mann für alle Fälle”) an diesem Nachmittag mit von der Partie, genau wie Jürgen B. Hausmann, Fred von Halen, die „Paveier” oder „Colör”. Übrigens ist das Programm bei allen fünf Sitzungen gleichermaßen anspruchsvoll.

„Vettweiß ist immer etwas ganz Besonderes”, sagt Paula Cremer, „darauf freue ich mich das ganze Jahr. Es ist hier einfach besser als bei anderen Sitzungen. Warum, kann ich gar nicht so genau sagen.”

Erstmals fünf Sitzungen

Damensitzungen gibt es bei der Vettweißer Karnevalsgesellschaft seit über 20 Jahren, seit knapp zehn Jahren haben sich die Sitzungen zu einem echten Selbstläufer entwickelt. Guido Oleff, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Vettweißer Karnevalisten: „In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal fünf Damensitzungen. Dazu haben wir uns kurzfristig am Tag des Kartenvorverkaufs entschlossen.” Schon nach knapp zwei Stunden war nämlich absehbar, dass vier Sitzungen à 1700 feierwütigen Frauen niemals ausreichen würden, um alle Kartenwünsche zu erfüllen. „Da mussten wir einfach etwas tun und haben den fünften Sitzungstermin gemacht. Aber mehr Damensitzungen können wir wirklich nicht anbieten.”

Schon jetzt, so Oleff, müssten einige Ehrenamtler aus Vettweiß Urlaub für die Organisation und Durchführung der Sitzungen anbieten. „Mehr ist nicht drin. Wir sind eben keine Profis, wir machen das alles in unserer Freizeit.” Petra Schumacher ist das egal. Sie hat ja ihre Karten und schunkelt immer noch. „Es ist Spitze hier”, lacht die Dürenerin. „Und eins ist klar: Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder hier.”
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