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Närrische Krüzzbrür flanieren durch die Rue de Pont

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:

Aachen. In eine närrische Flaniermeile verwandelte sich die „Rue de Pont” im Eurogress bei der Krüzzbrür-Sitzung des Pfarrausschusses Heilig Kreuz.

Denn im Schatten des Ponttores hatte sich der Elferrat um Sitzungspräsident Martin Waldeck genau den richtigen Platz ausgewählt, um das Auf und Ab der Jecken im Blickfeld zu haben. Verständlich, dass sich auch der derzeit prominenteste Bewohner der Pontstraße, Prinz Thomas I. mit seinem Hofstaat und der Prinzengarde dort zu einem Stelldichein einfand.

Eigens zu Ehren des neuen Krüzzbrür-Ordenträgers, Willy Schell, zeigte Jennifer, das „Goldstück” der Garde, ihren wie gewohnt brillanten Tanz. „Ich habe gar nicht gewusst, dass unsere Pontstraße so groß ist, denn ich wohne seit 30 Jahren hier und bin Dir noch nie begegnet”, gab sich Waldeck gegenüber der Tollität überrascht.

Aus allen Himmelsrichtungen Aachens waren bereits Schlag auf Schlag die Gäste im Pontviertel eingetroffen. Vom Marschiertor her zog die Stadtgarde Oecher Penn in voller Mannschaftsstärke auf und amüsierte einerseits mit ihrer Schängchen-Show, rief andererseits Bewunderung mit dem Tanzpaar Pia und Frank hervor.

De Jonge vajjen Beverau wiederum tanzten Samba open Rues und hauten mit ihrem Prinzenmedley so mächtig op de Trumm, dass die bunt kostümierte Narrenschar spontan mit einer Polonaise durch den gut besuchten Europasaal zog.

Von Brand her kam Angelika Kutsch als neues Büttentalent, das so liebenswert Öcher Platt mulle än senge kann. Bei der missglückten Shopping-Tour nach Kölle erntete die „Nölde”-Kabarettistin anhaltenden Beifall, besang live in Claire-Waldorf-Manier ihren „Justav än sing unanständje Lust” und wurde als singendes Sprachentalent umjubelt. Am Keyboard begleitete sie Willi Becker.

Immer wieder gab es später Beifall auf offener Bühne für zwei weitere Nölde: Manfred und Jan, alias Manni, dr Huusmeäster und Thouet-Preisträger Manfred Savelsberg mit seinem Filius. Ihr Sketch über die diskriminierenden Texte Au-Öcher-Leddchere, in die das närrische Auditorium begeistert einstimmte, zählte zu den Highlights der Sitzung.

Vom feurigen Temperament der Showtanzgruppe De Schlebuscher gepackt, klatschte das Publikum begeistert im Takt, darunter auch die beiden Bürgermeisterinnen Astrid Ströbele und Hilde Scheidt sowie Marcel Philipp, Karl Schultheis und der neue Präses der Krüzzbrür, Pfarrer Ruprecht van de Weyer.

„Vür sönd Öcher va Oche än das es jeil” sangen de Originale und rockten mit ihrem Lennet Kann und den Öcher Mäddchere, die ihren Schmusesound mit Leuchtstäben begleiteten.

25 Jahre begeistern Josef, Jupp und Jüppchen jetzt ihr Publikum und sind durch ihren herzerfrischenden Humor und pointierten Schlagabtausch zum Inbegriff Aachener Comedians geworden. „Perfekt in Mundart, immer sauber - das ist ihr Bühnenzauber”, fasste Martin Waldeck die Begeisterung der Narrenschar in Verse.

Er agierte nun bereits zum dritten Mal als launiger, souveräner Sitzungspräsident. Mit dem Auftritt der virtuosen „Blechharmoniker”, die Klassik mit Comedy und Klamauk würzten, fand das von Mathias Schmitz gestaltete Programm einen amüsant-krönenden Abschluss.
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