Düren - Mit neuen Ideen auf den ganz alten Wegen

Mit neuen Ideen auf den ganz alten Wegen

Von: unserem Mitarbeiter Q. le Sache
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Leise rieselte der Schnee - gelacht wurde trotzdem! In diesem Jahr rechnen die Jecken mit ordentlich Sonnenschein. Foto: G. Stellt

Düren. Jetzt geht´s los, sie sind nicht mehr aufzuhalten! „Die Ampeln stehen auf Grün, alle Vorbereitungen sind abgeschlossen, gutes Wetter ist bestellt”, blicken Bruni Scholl und ihre jecken Kollegen vom Festkomitee Dürener Karneval voller Vorfreude auf den Sonntag, wenn es wieder heißt: Ein Zug wird kommen.

Nach der langen Session steht Prinz Ulrich I. und seiner Prinzessin Katharina I. am Orchideensonntag der Höhepunkt ihrer närrischen Regentschaft ins Haus.

Dreieinhalb Stunden lang wird sich der närrische Lindwurm durch die Innenstadt schlängeln und dabei 5,5 Kilometer zurücklegen. Punkt 14 Uhr ist Abmarsch an der Josef-Schregel-Straße. „Wir nehmen in diesem Jahr wieder den ganz alten Zugweg”, verkündet Festkomitee-Präsident Peter Körner eine Neuerung.

Über Hans-Brückmannstraße, Bismarckstraße, Schenkelstraße und Zehnthofstraße geht es zum Kaiserplatz, von dort aus über Victor-Gollancz-Straße, Weierstraße, Wilhelmstraße, Ahrweilerplatz, Oberstraße, Friedrichstraße und Hohenzollernstraße zur Schützenstraße, wo sich der Zug auflöst. Anschließend wird im Haus der Stadt gefeiert.

„Wir wollen am Kaiserplatz ein Zentrum zum Feiern schaffen”, erklärt Körner den geänderten Zugweg. Auf die Besucher wartet dort bereits im Vorfeld Musik. Seit Jahren passiert der Zug auch wieder den Ahrweilerplatz, wo die Kaufleute und die KG „Kruuschberger Funken” ab 12.30 Uhr mit einem Bühnenprogramm aufwarten und die Stimmung anheizen möchten.

Fast 2000 uniformierte Narren und kostümierte Jecke stehen bereit, um sich begleitet von den Klängen der 500 Musiker auf den Weg durch die Innenstadt zu machen. Mit von der Partie sind 50 Gespanne, Fahrzeuge und Motivwagen. Als Wurfmaterial stehen unter anderem Kamelle, Bälle, Taschentücher, Schokolade, Chips und Waffeln bereit. Erstmals wird von einer KG auch ein lokalpolitisches Thema auf einem Motivwagen durch den Kakao gezogen, berichtet Körner. Was genau? „Anschauen gehen!”, sagt der Jeck.

Es glitzert und blinkt

Neues verspricht auch das Dürener Prinzenpaar. Ulrich I. und Katharina I. haben Hand angelegt, um dem Prinzenwagen ein neues Aussehen zu verleihen. Statt schwarz-gelber Kacheln gibt es rote Glitzerfolie, die zahlreichen Spiegel wurden ordentlich in Silber gefasst, um eine größere Wirkung zu erzielen. Mottoschilder und Porträts der Tollitäten runden das Erscheinungsbild ab.

„Alles ist schön, bunt und glitzert”, verraten die Beiden ein wenig von dem, was die Menschen erwartet. „Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen”, richtet Peter Körner eine bescheidene Bitte Richtung Himmel. Noch zu gut haben die Karnevalisten das Schneetreiben des vergangenen Jahres in Erinnerung. Aber was soll es: Et hätt noch emmer jot jejange.
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