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Mausbach findet den Superstar...

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Karnevalistische Verarbeitung von gesellschaftspolitischem Zeitgeschehen im Mausbacher Rosenmontagszug: viele kleine und große Kirchtürme unter dem Dach der „Gemeinschaft der Gemeinden”.

Stolberg-Mausbach. Als UdoI. (Schroiff) am Montag auf der Diepenlincher Straße auf den Prinzenwagen stieg, ging förmlich die Sonne auf, so hell strahlte sein Lächeln über Mausbach. „Ich habe zehn Jahre auf diesen Rosenmontagszug gewartet, da kann mir das Wetter heute überhaupt nichts ausmachen”, kommentierte der „Prinz der Mausbacher Herzen” lachend die widrigen Witterungsbedingungen.

Und auch eine enorme Zahl kälteresistenter Karnevalsjecken teilte seine Einstellung und ignorierten Eis, Schnee und Matsch schlichtweg. Hunderte von kostümierten Narren säumten von Diepenlinchen bis Krewinkel die Straßen Mausbachs, um den Triumphzug des Prinzen UdoI. und der Kindertollität DavidI. (Schneider) zu bejubeln.

Der neue Zug-Verlauf durch Mausbach, in der letzten Session erstmalig erprobt, wurde auch in diesem Jahr beibehalten und soll sich langfristig etablieren. „Der Zugweg ist im letzten Jahr sehr gut bei der Bevölkerung angekommen. Vor allem die Anwohner Krewinkels waren dankbar, dass der Rosenmontagszug jetzt wirklich durch das Dorf führt”, erklärte Willi Koobs, der Vorsitzende der KG Löstige Wölleklös.

Für die in der Kälte ausharrenden Narren hatte sich das Warten gelohnt, denn sie erlebten einen überaus imposanten und stimmungsvollen Rosenmontagszug in Mausbach. Etwa 600 Aktive zählte der Umzug, auf dem 13 prunkvolle Wagen bestaunt werden konnten. Sowohl die IG Wagenbau aus Gressenich als auch die CG Schevenhütte waren vertreten, und der Mottowagen „Mausbach sucht den Superstar” weckte große Aufmerksamkeit insbesondere bei den jüngeren Jecken. Die KG Närrische Lehmjörrese nahm mit zwei Vichter Wagen am Zug teil, und die KG Adler Werth war gleich mit drei Wagen nach Mausbach gekommen.

Der Höhepunkt des Rosenmontagszugs aber waren die fünf Wagen der Löstigen Wölleklös. Das Fahrzeug mit dem gut gelaunten Hofstaat des Kinderprinzen kündigte den exotischen Anhänger der kleinen Tollität an: David I. feierte seine Regentschaft im Zeichen des Drachen und diesen hatte er mitgebracht. David thronte auf dem Dach eines traditionellen fernöstlichen Hauses, das von einem riesigen chinesischen Drachen bewacht wurde. Zur Feier ihres elfjährigen Bestehens, durften auch die kleinen „Wölleklös´chen” erstmalig mit ihrem eigenen Wagen im Zug mitrollen, und natürlich markierte der Elferrat der Mausbacher KG den Schlusspunkt des Umzugs.

Doch zuvor zelebrierte Prinz Udo I. den schönsten Tag seines karnevalistischen Lebens. Mit seiner Prinzessin Melanie (Schroiff) präsentierte sich der sympathische Vollblut-Jeck der närrischen Menge und warf Kamelle im Akkord.

Den besonderen Charme des Mausbacher Zugs machten die insgesamt 26 Fußgruppen in ihren originellen Kostümen aus. Wandelnde Kirchtürme und Ampeln, Keinohrhasen oder Schornsteinfeger waren ebenso zu bewundern wie Wikinger und Gallier, Vogelscheuchen, gestiefelte Kater, flotte Bienen und Käfer oder die lustige Gruppe „Bauer sucht Frau”.
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