Marcel Philipp trägt nun Uniform

Von: tdt
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In Amt und Würden: Kommandant Jürgen Brammertz und die Alt-Kommandanten Josef Dick (vorne l.) und Winfried Wüst (vorne r.) gratulieren Marcel Philipp (2.v.l.) zur Ehrenkommandatur. Foto: Michael Cosler

Aachen. Ehrungen sind bei der Oecher Penn von 1857 keine Frage des (Stadt-)Garde-Maßes, sondern ereilen die Mitglieder im Normalfall erst, wenn sich die Jahre der Zugehörigkeit ganz karnevalistisch durch elf teilen lassen. Anders ist das nur, wenn der längste Rekrut zwischen den Sessionen erster Bürger der Kaiserstadt wird.

Dann ist er als Befehlshaber innerhalb der Stadtmauern nicht mehr zum Kanonendienst im Rosenmontagszug bestimmt, sondern taugt zum Ehrenkommandanten. Und so leistete Marcel Philipp beim Gardeappell der Penn im Marschiertor den Eid auf „Puttes und Wachelter” und trägt nun Uniform statt Weißzeug.

Außerdem verfolgte der OB zum Sessionsauftakt ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Gesang und Redebeiträgen. Hatte die nachgespielte Loriot-Szene der „Herren im Bad” die schicke Herrenrunde nebst neuer Marketenderin Nadine Staerk noch nicht in Wallung gebracht, sorgten die Oecher Stadtmusikanten für die erste Polonaise.

Anmutige Angela

Außerdem erlebte der designierte Prinz Dirk IV. (Trampen) nebst Adjutant Gustl Brammertz einen brillanten Vortrag von Josef, Jupp und Jüppchen. Das Trio wurde allerdings von Klaus Böneke alias „Feuerwehrmann Kresse” übertroffen. Der mit einer Portion eher männlichen Humors die Geschlechtsgenossen zum Johlen brachte. Damit traf er den Nerv des Herrenabends ebenso wie die Sängerin „Angela”, die in ihrer Anmut sogar Ex-Kommandant Wilfried Wüst zur kurzzeitigen Übernahme der Moderation motivierte.

Wieder am Mikrofon konnte Nachfolger Jürgen Brammertz dann noch die „44 Zugaben” der aus Vaals angereisten Blaskapelle „Sjlappe Kroam” ankündigen - ganz ohne Sprachprobleme, man spricht schließlich nicht Holländisch, sondern die (fast) gemeinsame „Moddersproech”. Die Zugaben geraten schließlich kürzer als geplant, denn im voll besetzten Stadttor ist es zu heiß.

Während die Stadtgarde Oecher Penn noch bis spät in den Abend feierte, wurde der neue Ehrenkommandant doch etwas melancholisch: „Wenn ich auf dem Wagen mitfahren muss, geh´ ich aber zwischendurch runter zu den Rekruten und feuer an der Kanone ein paar Salven ab.”
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