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„Manege frei ” in St. Hubertus

Von: Christiane Husmann
Letzte Aktualisierung:
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Volle Pulle feiern: In St. Hubertus hat Pfarrkarneval seit 40 Jahren Tradition. Die Karten für die Sitzung wechseln binnen 20 Minuten die Foto: Kurt Bauer

Aachen. Im Pfarrheim neben der St.-Hubertus-Kirche sind die Narren los: „St. Hubertus alaaf! Backenzahn alaaf”, skandieren die Jecken aus vollem Hals. Moderator Herbert Steins heizt dem bunten Karnevalsvolk gleich zu Anfang ein, doch ein langes Warm-up ist gar nicht nötig.

Schon innerhalb der ersten Sekunden des Pfarrkarneval-Abends am vergangenen Freitag haben sich alle 120 Gäste an den langen Tischreihen zu Schunkelformationen zusammengeschlossen.

Auf sie wartet ein magisch-närrisches Programm, denn unter dem Motto „Manege frei!” warten illustre Gäste auf ihren Auftritt: Die Brander Stiere, De Originale, Michels Combo, die Jonge vajjen Beverau und Prinz Dirk IV. samt Hofstaat haben sich angesagt.

Los geht´s mit de Köllepöötzer, die mit frenetischem Applaus begrüßt werden. Als das Trio die ersten Akkorde von „Aachen, du bist die Stadt” anstimmt, springen schon die ersten Jecken auf und haken sich beim Nachbarn ein. Textsicher singen sie Zeile für Zeile mit und jubeln den Musikern zu. Ebenso närrisch werden die nächsten Sänger und Spaßmacher gefeiert. Prinz Dirk IV. erscheint pünktlich um neun mit seinen Mannen und findet sein Jeckenvolk außer Rand und Band vor. Grund genug für ihn, in das euphorische „Backenzahl alaaf” einzustimmen und die vielen fantasievollen Kostüme der Untertanen zu bewundern.

Viele Narren haben sich getreu dem Motto „Manege frei!” als Zirkusakteure verkleidet und sitzen als Zauberer, Raubkatzen oder Clowns einträchtig nebeneinander. Jürgen und Annelie Neufeind feiern als Elefantenpaar mit. Sie sind extra für den Pfarrkarneval aus dem hessischen Kassel angereist. „Wir kommen schon seit einigen Jahren regelmäßig zum Pfarrkarneval, weil die Stimmung hier so toll ist”, erklärt der ehemalige Aachener. Seine Frau, die gebürtig aus Kassel stammt, hat sich vom Aachener Frohsinn anstecken lassen und beide sind sich sicher: „Nächstes Jahr kommen wir wieder!” Therese Dorschu schaut derweil am Buffetttisch nach dem Rechten. Sie und zehn weitere Helfer hatten das Pfarrheim tags zuvor für den Karneval geschmückt und Tische und Stühle an den rechten Platz gerückt. Der Abend verläuft ganz nach Plan, und Therese Dorschu und ihr Team können beruhigt mitfeiern. „Die Stimmung ist bombig”, bringt sie es auf den Punkt. Seit über 40 Jahren ist der Pfarrkarneval schon ein fester Punkt im Kalender der früheren Pfarrei St. Hubertus, den kein Narr verpasst. Alle Karten seien schon im Vorfeld restlos ausverkauft gewesen, berichtet Dorschu.

Nach dem Festprogramm wollen Helfer und Narren noch kräftig weiterfeiern, denn dann sorgt DJ Christian Steins für eine gelungene Aftershow-Party. „Wir geben Vollgas”, sagt Therese Dorschu mit einem Augenzwinkern.
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