Eilendorf - Kurierdienst schickt Kinderprinz in einem großen Paket verpackt

Kurierdienst schickt Kinderprinz in einem großen Paket verpackt

Von: Gerd Simons
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Der neue Eilendorfer Kinderprinz Remi I. (rechts) ist im Karnevalsgeschäft ein alter Hase: Bereits seit 2002 ist er Mitglied in der Kindergarde der Nirmer Narrenzunft und war in einigen Hofstaaten Eilendorfer Kinderprinzen. Foto: Kurt Bauer

Eilendorf. Die kleinen Narren in Eilendorf waren mächtig in Fahrt. Auf dem Programm der KG Nirmer Narrenzunft stand das erste Kinderkostümfest der Session mit der Proklamation des Eilendorfer Kinderprinzen. Die Stimmung im Pfarrheim St. Apollonia war ausgelassen fröhlich und alle warteten auf das große Ereignis.

35-köpfige Kindergruppe

Nach dem Einmarsch der stolzen 35-köpfigen Kindergruppe übergab der ausgeschiedene Kinderpräsident Guido Küppers sein Zepter an seinen Nachfolger und prinzlichen Bruder Marvin Klöcker. Dann hatte der große Präsident der Nirmer Narrenzunft, Jürgen Sommer, eine schwere Aufgabe.

Er musste noch Prinz Marvin II. Kaußen verabschieden. Als der kleine Prinz seine schöne Prinzenkette und seine Prinzenfedern abgeben musste, kämpfte er sichtlich mit den Tränen, blieb aber tapfer. Das nun beginnende Prinzenspiel befasste sich mit einem Horrorszenario für allen Karnevalisten, das für den Stadtteil Brand fast Realität geworden wäre, aber durch den Einsatz von Sascha Poth, der sich zum zweiten Mal zum Brander Kinderprinzen proklamieren ließ, abgewendet werden konnte.

Ein Tag vor der bevorstehenden Prinzenproklamation des Eilendorfer Kinderprinzen hatte die „Nirmer Narrenzunft” noch keinen geeigneten Kandidaten gefunden. Alle Bemühungen blieben erfolglos, selbst Casting-Papst Dieter Bohlen konnte nicht helfen.

Auktionshaus half

Die Stimmung war angespannt. Jetzt konnte nur noch das Internet helfen. Also setzten sich die Kinder vor den Computer und machten sich auf die Suche. Fündig wurden sie bei einem großen Internet-Auktionshaus, das einen nagelneuen, nicht gebrauchten Kinderprinzen im Angebot hatte.

„Eins, zwei, drei - meins” orderten sie den Prinzen. Zwölf Stunden später, kurz nach Beginn des Kinderfestes, brachte ein Kurierdienst ein großes Paket und daraus sprang der neue Eilendorfer Kinderprinz Remi Roebrocks, der dann auch sofort zum insgesamt 40. Eilendorfer Narrenherrscher proklamiert wurde. Remi I., in ein schwarz-weiß-rotes Ornat gewandet, strahlte vor Glück und präsentierte mit „Ka-Ka-Karneval” sein Prinzenlied.

Remi ist ein alter Hase

Seine Tollität Kinderprinz Remi I. ist im Karnevalsgeschäft ein alter Hase. Bereits seit 2002 ist Remi Mitglied in der Kindergarde der Nirmer Narrenzunft und war in einigen Hofstaaten Eilendorfer Kinderprinzen schon als Page und Zeremonienmeister aktiv. „Ich habe einfach Lust darauf als Prinz die Eilendorfer Kinder anzuführen”, erzählt der 10-jährige Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, der in seiner Freizeit Messdiener ist und bei der Spielgemeinschaft Brand/Haaren begeistert Basketball spielt.
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