Deiters

Krampfaderfrei in Richtung Narretei

Von: E. Loquent
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Brachten dem Komitee samt Bürgermeister ihren „Danz für kleene Lüh” bei: Marco I. und Zerm Hans-Willi. Foto: K. Schemm

Eischwiele. „Das sind keine Krampfadern - ich hab´ Ski-Unterwäsche an!”, verteidigte Marco I. seine knubbeligen Beine. Die hätte er sich ohne wintersporttaugliches Outfit auch blaugefroren, als er am Samstagvormittag auf einem historischen Drehleiterwagen der Feuerwehr Richtung Rathaus rollte.

Vor ihm hunderte uniformierter Fastelovendsjecke: Mit Pauken und Trompeten stürmten die Korps der 22 Eschweiler Karnevalsgesellschaften unter dem Beifall ungezählter Zuschauer den Verwaltungstempel.

Im Ratssaal warteten bereits zahlreiche Gäste aus dem öffentlichen Leben und nicht zuletzt aus den Partnerstädten Wattrelos und Reigate & Banstead auf den von den Prinzenbläsern unüberhörbar angekündigten Einmarsch des Herrschergespanns. Prinz Marco eroberte Bühne, Saal und Herzen. Und „Börjemeeste” Rudi Bertram ergab sich und begrüßte Tollität mit einem erstklassigen Bühnenprogramm. „Füße und Hände sind wieder aufgetaut”, strahlte Marco nach dem Einmarsch. „Ich hab´ mich noch nie so gefreut, ins Rathaus zu kommen, wie heute morgen”, gestand der Prinz, der im Zivilleben Mitarbeiter im Ordnungsamt ist.

Seit fünf Wochen ist er mit seinem Tross unterwegs. Sein erstes Fazit: „Unsere Vorstellung von der Verwirklichung unseres Lebenstraums hat sich voll und ganz erfüllt!” Und allen, die dabei sind, die ihn überall herzlich empfangen, die soviel Glück ermöglichen, sagt er ohne große Worte kurz und einfach: „Danke schön!”

Ein Dankeschön, das Komiteepräsident Norbert Weiland prompt an Marco und Hans-Willi zurückgab: „Ihr seid das Prinzengespann, das diese Stadt verdient hat!”

Erstklassig war auch das, was junge Hastenrather zu Ehren des Prinzen darboten: Das Jugendtrompeter-Corps der Eefelkank unter der Leitung von Jannik Rajh bewies, dass es sich hinter den „großen” Korps keineswegs verstecken muss. Ein „Großer” seiner Zunft ist auch Joschi Kugel. Der zwölfjährige Nachwuchs-Redner, der als „et Hähle Kälevje” in die Bütt geht, glänzte mit Ameröllchen vom Bauernhof und Anekdoten aus dem Leben eines regional bekannten Bürgermeisters. „Das größte Rednertalent, das wir in Eschweiler haben”, lobte Norbert Weiland. „Schade nur, dass einige hier im Saal diesen Empfang hier mit Thekensteherei verwechselt und nicht zugehört haben.” Recht hat er.

Klasse auch die Leistungen, die junge Tänzer auf die Bühne brachten: dem Kinder-Tanzpaar der Rote-Funken-Artillerie, Marlin Gülpen und David Krause, war Marlins Verletzung nicht mehr anzumerken, und dass Jacqueline Pfennigs und Dieter Hübner von der Narrenzunft in der ersten Session miteinander tanzen, ist auch kaum zu glauben. Erstklassig auch der Auftritt von Rote-Funken-Marie Julia Krieger. Furioses Finale eines tollen Empfangs: der Auftritt der Fröndge mit Marco, Hans-Willi und den drei Gassenhauer-Hits der Prinzen-CD.
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