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„Kein Schnaps, kein Glas - trotzdem Spaß”

Von: ak
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Freuen sich auf viele Narren: Guido Müller (v.l.), Malteser Hilfsdienst, Detlev Fröhlke, Jürgen Brammertz, Kommandant Oecher Penn, Marcel Philipp, Oliver Klöcker, DJ Martin Grefen, Josef Bayer und Elke Münich. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Was vom Tage übrig blieb? Zerdepperte Glasflaschen, leere Bierdosen und randalierende „Jecken”. Wirklich Karneval wurde auf dem Aachener Markt am Fettdonnerstag kaum mehr gefeiert. Komasaufen war beliebter als Schunkeln und Singen.

2008 heben Stadt Aachen, Polizei und Oecher Penn deshalb „Kein Schnaps, kein Glas - dafür jede Menge Spaß” aus der Taufe. Ein Konzept, das aufgeht und auch dieses Jahr nur ein Ziel hat: „Wir wollen die Jugendlichen schützen und wieder ordentlichen Karneval feiern”, sagt Oberbürgermeister Marcel Philipp.

Wer durch die sechs Sicherheitsschleusen auf den Markt will, darf das nur ohne Flaschen und Dosen. „Wer betrunken ist, erhält keinen Zutritt”, macht Detlev Fröhlke, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung der Stadt Aachen, deutlich. Alkoholische Getränke sind für unter 16-Jährige Tabu. „Ich appelliere an alle Geschäftsleute, keinen Alkohol an Jugendliche zu verkaufen”, betont Marcel Philipp. Weil sich das Konzept ständig weiterentwickelt, gibt es erstmals getrennte Ein- und Ausgänge auf den Markt.

„Wir lernen aus den Erfahrungen”, sagt Josef Beyer, Einsatzleiter am Fettdonnerstag bei der Polizei Aachen. „Innerhalb der Leitplanken soll dann auch richtig gefeiert werden”, sagt Oliver Klöcker, Zeremonienmeister der Oecher Penn. Von 11 bis 13 Uhr gestaltet die Penn das Programm. Mit dabei sind unter anderem die „Originale”, Prinz Karneval Dirk IV. sowie der Aachener Karnevalsverein (AKV). Ab 13 Uhr gibt es Musik vom DJ.

Die Polizei ist auf dem Markt zusätzlich mit Doppelstreifen unterwegs. Weitere Einsatzkräfte sind in ganz Aachen anzutreffen. Neun Kräfte des Jugendamtes sind Ansprechpartner in der Auffangstation am Markt, wie Elke Münich, Fachbereichsleiterin Kinder, Jugend und Ordnung der Stadt Aachen, erklärt. Der Malteser Hilfsdienst hat 50 Ehrenamtler am Fettdonnerstag im Einsatz. Die Getränkewagen auf dem Markt verkaufen nur Bier und Sekt. Das Aachener Konzept macht übrigens Schule: Auch in Düren und Jülich wird glasfrei gefeiert, ebenso wie in Köln.

Wer nach dem Auftakt auf dem Markt weiter feiern will, kann dies im „König-Keller”. Dort geht die Party „Underground goes to König-Keller” in die nächste Runde. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr ist die alkoholfreie Fettdonnerstagsfete des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule der Stadt erneut zu Gast in der Eventlocation.
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