Düren - Karnevalistisches Kirchenkonzert in der Dürener Pfarrkirche

Karnevalistisches Kirchenkonzert in der Dürener Pfarrkirche

Von: sps
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Gaben ein karnevalistisches Kirchenkonzert der anderen Art in St. Bonifatius. Mariusz Cierpklikowski (links), Pfarrer Josef Wolff mit Pappnase, Marie Cierplikowski, der junge Büttenredner Yannik Heisinger und Karnevalsprinz Rolf Weber, der seine Talente als Moderator und Sänger einbrachte. Foto: Schröder

Düren. Mit dem Glöcklein gibt das Funkenmariechen das Zeichen zum Beginn. Zum Einzug erklingt das Lied „Wenn dat Trömmelche jeeht” und leitet ein nicht alltägliches Kirchenkonzert ein. In St. Bonifatius trafen sich knapp 300 Besucher zum dritten Karnevalskonzert der Karnevalsgesellschaft „Kruuschberger Jonge”.

Pfarrer Josef Wolff setzt sich die rote Pappnase auf. „Gastgeber ist der Herrgott; ich bin hier sein Beauftragter”, sagt der Priester, als ihm Moderator und Sänger Rolf Weber für die Gastfreundschaft der Narren in der Kirche danken will. Dann aber geht es los.

Rundum Zustimmung

Marie Cierplikowski, Kirchenmusikerin wie ihr Ehemann Dariusz, hatte die Idee. „Wir treten den Beweis an, dass Kirche und Karneval zusammen gehören”, sagt sie und ist sich mit Pfarrer Wolff einig: Kirche muss nicht immer ernst sein. Begeistert setzt das polnisch-stämmige Musikerehepaar die Idee um und fand rundum nur Zustimmung.

Dieses Karnevalskonzert in der Kirche ist etwas Besonderes. Ein Konzert eben, keine Mundartmesse. Und Mariusz Cierplikowski und Rolf Weber, diesmal nicht im Prinzenornat, liefern den Beweis. Was die Orgel so alles hergibt: Die Hirtenmusik an der Krippe des Jesuskindes gibt das Gotteslob der Tiere wieder und dann läuteten die Glocken „am Dom zo Kölle”.

Besinnlich geht es weiter mit „Wenn´s Dir gut geht” und statt der Lesung gibt Yannik Heisinger, achtjähriger Büttenredner aus Birkesdorf, seine Kenntnisse aus dem Schulalltag wieder.

„Diese Predigt am Sonntag, und die Kirche wäre voll”, kommentiert Rolf Weber den Beitrag des Pastors mit Zitaten aus den Schulheften von Kindern. Und was die Orgel so alles kann, wird deutlich wenn Mariusz Cierplikowski den Ohrwurm „Einmal nur im Jahr ist Karneval” in den Abba-Sound verschiebt.

Mit den „jooht bützenden kölsche Jonge und Blootwoosch, Kölsch un e lecker Mädche” geht es weiter zu Karnevalsliedern im Strauß-Walzertakt. „Ich mööch zo Fooß noh Kölle jon”. Noch einmal schauen die Narren der Liebsten in die Augen. Dann loben sie Gott. „Großer Gott wir loben Dich”; ein klassisches Kirchenlied mit Plattdeutschem Text unterlegt: „Herrjott pack oß bei de Häng; loß dem Leev ons emme spüre. All dat mit schläcch jemaat witt höck en et Luut jebraat”.

Will heißen: Herrgott, fass uns bei der Hand. Lass uns deine Liebe spüren. Alles was wir schlecht gemacht, wird heute ins Lot gebracht.
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