Deiters

Jecke zünden Feuerwerk der Ideen

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
prinzenbildeins
Die Stadt hatte zum Prinzenempfang gerufen, und Tollitäten und Vertreter der Karnevalsgesellschaften waren dem Ruf gefolgt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Wenn et Trömmelche jeht, dann stond wer all parat”, stimmte Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler an, und das gesamte närrische Volk im Haus Basten sang aus vollen Kehlen mit. Die Stadt Geilenkirchen hatte wieder einmal zum Prinzenempfang in die „Gute Stube” gerufen, und alle Tollitäten sowie weitere Vertreter der nunmehr sieben Karnevalsgesellschaften im Stadtgebiet waren der Einladung gefolgt.

„Was tut der Mensch zwischen Rhein und Maas bei diesem Uselswetter”, fragte Thomas Fiedler und gab gleich die Antwort: „Er feiert!”

Der „Erste Bürger der Stadt” erwies sich als Karnevalist, brachte er doch sofort Stimmung in den Bürgersaal. In anderen Ländern seien es die Schamanen und Voodoo-Zauberer, die den Menschen die Krankheiten vertrieben. „Hier sind es die Prinzenpaare, die Karnevalisten, die für gute Laune und somit für Gesundheit sorgen”, wusste Fiedler zu berichten.

Der Bürgermeister „Wir Jellekerker Jecke stecke all onger ene Decke”, rief er in Platt ins Publikum. Das gemeinsame Interesse am Brauchtum Karneval baue auf, gebe Kraft und entzünde oftmals ein Feuerwerk der Ideen. Fiedler: „Wir sind stolz auf Ihre Brauchtumspflege und auf die geleistete Arbeit der Karnevalsgesellschaften im Stadtgebiet.”

Der Bürgermeister überreichte den Prinzenpaaren oder Vorständen der Vereine je eine Erinnerungsurkunde an den Empfang. Das waren Stadtprinz Karl-Heinz I. (Beckers) von den Hatterather „Schanzeremmele”, Alexander I. und Ulrike I. (Arnold) von der Süggerather „Spätlese”, Klaus I. und Susanne I. (Jansen) von der KG „Lott se loope” Immenwauweiler, Sven I. und Gloria I. (Cüppers) vom „Würmer Wenk”, Klaus I. und Johanna I. (Mager) vom IKV Teveren, Willi Jabusch (Vorsitzender) und Artur Coenen (Geschäftsführer) vom Geilenkirchener Karnevalsverein sowie an die Vorsitzende der neuen KG, der Sandkasten Armee, Tanja Kulousek.

Das Mikrofon wanderte weiter zu Peter Hellebrandt, der als Sitzungspräsident des Hatterather Vereins die Stadtregenten repräsentiert. „Karneval soll zwar lustig sein, ist jedoch im Grunde genommen ein ernstes Geschäft”, sagte Hellebrandt. Nicht umsonst würden viele närrische Umzüge immer kleiner oder fänden gar nicht mehr statt. Hellebrandt: „Ohne Moos ist halt nix los.”

Gesetze und Verordnungen vermiesten den Wagenbau und die Zugteilnahme. Immer mehr Vorschriften gelte es zu beachten, abgesehen von den Kosten durch TÜV-Abnahme der Karnevalswagen und GEMA-Gebühren, die auf die einzelnen Gruppen zukämen. Manch einer betrachte den Karneval mittlerweile als Anlass zu Alkoholexzessen, bei Jugendlichen sei teilweise Koma-Saufen angesagt. Es komme zu Schlägereien und anderen Gewalttaten. Dies sei nun ein Anlass für Gott, den Menschen einen Denkzettel zu verpassen. So sollte Noah eine neue Arche bauen, denn Gott werde eine zweite Sintflut über die Menschheit kommen lassen.

Anhand der aktuellen Gesetzeslage und zahlreichen Vorschriften zeigte Peter Hellebrandt auf lustige Weise auf, dass der Bau einer Arche in unserer heutigen Zeit kaum möglich ist. Der Verlauf des Prinzenempfanges wurde von Tanzdarbietungen der Großen Garde des HKV und der Showtanzgruppe „Iguana” sowie einem „CanCan” der Sandkasten Armee und dem Sketch „Szenen einer Ehe” mit Roswitha Beckers und Detlef Kerseboom gestaltet. Zum Schluss lieferten die „Comedians” aus Myhl wieder eine tolle Show.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert